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Mit dem Kind statt mit dem Handy reden und simsen

Zum Nachdenken anregen wollen Irene Seidler (von links), Heike Heidkamp, Frank Kunze, Claudia Schmidt und Katherina Sondermann  mit ihren bedruckten Stoffbeuteln. „Sprechen Sie lieber mit ihrem Kind“ steht darauf.

Zum Nachdenken anregen wollen Irene Seidler (von links), Heike Heidkamp, Frank Kunze, Claudia Schmidt und Katherina Sondermann mit ihren bedruckten Stoffbeuteln. „Sprechen Sie lieber mit ihrem Kind“ steht darauf.

Foto: Ulrich Bangert

SKFM und Spender führen die Aktion fort: Aufdruck auf Tragetaschen fordert Eltern auf, mehr mit dem Kind statt mit dem Handy zu sprechen

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„Sprechen Sie lieber mit ihrem Kind“, das stand auf Plakaten, die im vergangenen Sommer überall in der Stadt hingen. Die Aktion von Motorradfrauen und SKFM geht jetzt weiter: In den kommenden Wochen werden Einkaufsbeutel mit dem Aufdruck gegen ein Spende abgegeben. Finanziert die neue Aktion durch ein großes Grillfest.

Denn an dem Phänomen hat sich wenig geändert. Noch immer kann man es allerorten sehen: Mütter und Väter schieben einen Kinderwagen und telefonieren dabei oder simsen. Das Kind spricht mit dem Elternteil, das aber anderweitig beschäftigt ist. Das gleiche kann man auf dem Spielplatz oder in der Arztpraxis beobachten. Die Mutter reagiert am Telefon, lacht, das Kleinkind hat keine Ahnung, warum. Kinder stört das sehr. Für eine gesunde Entwicklung ist es wichtig, dass Eltern viel mit dem Nachwuchs reden. Sonst kann bei den Kleinen der Eindruck entstehen, das Handy ist wichtiger als ich.

Zum Nachdenken anregen

Die Aktion soll zum Nachdenken anregen. „Wir haben von vielen Seiten Resonanz bekommen. Es gab viel Interesse für die Aktion“, berichtet Claudia Schmidt, Kinderschutzbeauftragte des SKFM. Finanziert werden konnte die Plakataktion damals vor allem durch den Einsatz von Irene Seidler und Katharina Sondermann. Die beiden Frauen von „Heels on Wheels“ hatten einen Kalender gestaltet und verkauft. Der Reinerlös ging in die Plakataktion.

Das Engagement der beiden Motorrad-Frauen beeindruckte auch Heike Heidkamp und Frank Kunze. Die beiden Heiligenhauser wollten Spaß und Gutes tun miteinander verbinden. „Da kam uns die Idee mit dem Wintergrillen“, erzählt Frank Kunze. Ein örtlicher Lebensmittelhändler steuerte Fleisch und Wurst für die Hälfte des Normalpreises dazu, der Getränkehändler gab Bier und anderes für den Einkaufspreis ab.

Gut 40 Freuden kamen zum eisigen Grillabend

Im Garten von Kunze wurde dann bei frostigen null Grad der Grill angeworfen, gut 40 Freunde kamen an dem Abend. Alle zahlten eine Spende für Speis und Trank. Gut 1000 Euro kamen auf diese Weise an dem einen Abend zusammen. Kunze und Heidkamp wandten sich an Irene Seidler und Katharina Sondermann. Die beiden Motorraddamen wollten das Geld wieder in die Aktion „Sprechen Sie mit ihrem Kind“ stecken. Gemeinsam mit dem SKFM kam die Idee mit den Taschen, nach dem Motto: den Gedanken weiter tragen.

Insgesamt 330 Beutel wurden bedruckt, sie werden nun gegen eine Spende abgegeben. Erhältlich sein werden sie demnächst in allen SKFM-Einrichtungen (Kitas, OGS, Stadtteilbüros) in Velbert und auch in Heiligenhaus im Laden am Rathaus und in der Großtagespflege.

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