Kirche

Pastor in der Ausbildung verlässt Neviges

Hat die Herzen seiner Gemeinde im Sturm erobert: Martin Göbler verlässt Neviges und tritt seine nächste Ausbildungsstation an.

Hat die Herzen seiner Gemeinde im Sturm erobert: Martin Göbler verlässt Neviges und tritt seine nächste Ausbildungsstation an.

Foto: Peter Preis / WAZ

Neviges.  Der Pastor in Ausbildung Martin Göbler verlässt die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Neviges. Vielleicht kommt er noch einmal wieder.

Diese Nachricht wird viele Mitglieder der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde traurig stimmen: Martin Göbler, der engagierte Pastor in der Ausbildung, verlässt Neviges. Am 1. September beginnt seine zweite Ausbildungsstation in der Wuppertaler Nachbargemeinde Dönberg.

Gemeinde brachte ihm Vertrauen entgegen

Mit Begeisterung hielt der Familienvater die Schulgottesdienste im Siepen ab, besuchte mit den zukünftigen Konfirmanden Seniorenheime. Teilte bei Brautpaaren die Stunden des Glücks, spendete Trost bei Trauerfällen. Die Nevigeser mochten ihn und auch dem zukünftigen Pastor waren die Menschen hier ans Herz gewachsen. Das merkt man an den warmen Worten, mit denen er sich von seinen Schäfchen verabschiedet: „Ich möchte Ihnen herzlich danken für alle Erfahrungen, die ich in Neviges sammeln durfte. Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben; dass ich teilhaben durfte an Ihrem Leben in guten und in schweren Momenten.

Er hatte sich in die Herzen gepredigt

Ja, er habe sich „in die Herzen der Menschen gepredigt“, sagt auch Christiane Helmes, stellvertretende Presbyteriums-Vorsitzende. „Die Gemeinde ist sehr traurig, er hat hier unheimlich viel gemacht. Und dafür sind wir ihm sehr dankbar.“ Aber man dürfe eben nicht vergessen, dass Neviges nur eine Ausbildungsstation auf dem Weg zum Pfarrer war. Wenn Martin Göbler demnächst eine Pfarrstelle leiten soll, müsse er noch mehr Gemeinden kennenlernen.

Die Stelle von Pfarrerin Stefanie Stute ist noch nicht ausgeschrieben

Ein großer Vorteil der Stelle in Dönberg sei, so Christiane Helmes, dass der zukünftige Pfarrer dort die nötige Zeit zum lernen für anstehende Prüfungen habe. Dies sei bei seinem großen Engagement in Neviges kaum möglich gewesen. Während seiner Ausbildungszeit hatte Martin Göbler vor allem viele Aufgaben von Pfarrerin Stefanie Stute übernommen, die aus gesundheitlichen Gründen kürzer trat und einen stundenreduzierte Job in Aprath hat. Christiane Helmes: „Die Stelle von Frau Stute ist ja noch gar nicht ausgeschrieben, das wird im Laufe des Jahres passieren.“ Das heißt für Martin Göbler, dass er sich nach Ablauf seines Probedienstes auf die Pfarrstelle in Neviges bewerben könnte.

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