Heimatpreis

Stadt Velbert vergibt erstmals einen Heimat-Preis

So wie auf dem Plakat soll der Heimatpreis, der in diesem Jahr erstmals vergeben wird, aussehen. Bürgermeister Dirk Lukrafka (l.), Nora Weichelt und Timo Schönmeyer stellten den Preis vor.

So wie auf dem Plakat soll der Heimatpreis, der in diesem Jahr erstmals vergeben wird, aussehen. Bürgermeister Dirk Lukrafka (l.), Nora Weichelt und Timo Schönmeyer stellten den Preis vor.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert.   Vereine, Institutionen aber auch Privatpersonen können sich um den neu geschaffenen Preis bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft bis September.

Die Stadt Velbert vergibt in diesem Jahr erstmals einen Heimatpreis. Es werden Vereine, Institutionen und Privatleute aus der Schlossstadt gesucht, die sich ehrenamtlich für ihre Heimat engagieren – wobei „Heimat“ ausdrücklich nicht weiter definiert wird.

„Wir sind gespannt, wer sich alles um diesen Preis bewirbt“, erklärt Bürgermeister Dirk Lukrafka bei der Vorstellung des Wettbewerbs. Denn wie das bei Premieren so ist, betritt die Stadt mit dem neu geschaffenen Preis Neuland. „Vielleicht lernen wir bei dieser Gelegenheit ja ganz neue Initiativen kennen“, sagt der Bürgermeister.

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert

Der Heimatpreis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert. „Der Preis kann auf bis zu drei Preisträger aufgeteilt werden“, sagt Nora Weichelt von der Stadt. Auch die Höhe des Preisgeldes, die dann jeder bekommt, könne variieren, fügt sie hinzu.

Die Projekte, die eingereicht werden, müssen gemeinwohlorientiert sein, also entweder allgemein zugänglich oder so angelegt sein, dass Dritte von ihnen profitieren können. Die Projekte sollten sich zudem drei Themenfeldern zuordnen lassen: Erhalt oder Aufbereitung von Informationen zu Geschichte, Traditionen oder kulturellem Erbe Velberts; Nutzbarmachen öffentlicher Orte, beziehungsweise Erzielen einer Attraktivitätssteigerung; Förderung des gesellschaftlichen Austauschs und Zusammenhalts. Jeder kann sein eigenes Projekt für den Preis oder auch Dritte vorschlagen. Das Engagement muss in jedem Fall ehrenamtlich und nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet sein.

Bürgermeister steht der Jury vor

Die Bewerbungsfrist beginnt am kommenden Samstag, 5. Juni, und läuft bis zum Sonntag, 15. September. Danach wird eine Jury über die Vergabe des Preises entscheiden. Vorsitzender des Gremiums wird Bürgermeister Lukrafka sein, dem auch die Vorsitzenden der Ratsfraktionen und Vertreter der Verwaltung angehören werden. Diese Zusammensetzung hatte der Stadtrat beschlossen. Die Jury entscheidet dann auch darüber, ob der Preis in voller Höhe an ein Projekt geht, oder ob er aufgeteilt wird.

„Wir haben in Velbert eine große Szenen von Ehrenamtlichen, es gibt viele tolle und ganz vielfältige Projekte und Ideen“, so Lukrafka. Er freue sich, dass die Stadt diese nun mit dem Preis unterstützen könne. „Denn ihr Engagement kommt letztlich allen zugute und ist ein wichtiger Beitrag zu einer lebendigen demokratischen Gesellschaft“, sagte der Bürgermeister weiter.

Insgesamt 141 Kommunen beteiligen sich

Die Vergabe des Heimatpreises wird durch das NRW-Ministerium für Bauen, Heimat, kommunales und Gleichstellung gefördert. Aus dem Ministerium kommt auch das Preisgeld. Insgesamt 141 Kommunen in NRW werden den Heimatpreis vergeben. Die Gewinner aller dieser Kommunen konkurrieren dann um den Heimatpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, der im kommenden Frühjahr vergeben werden soll. Das Ministerium will mit dem Preis neue Interessierte ermutigen, sich für ihre Heimat zu engagieren. Zudem könne man von den ausgezeichneten Projekten lernen, indem die Idee andernorts übertragen wird oder einen Anstoß für weitere Initiativen geben kann.

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