Nahverkehr

Velbert: Abellio verspricht Besserung auf der S9 ab Februar

Abellio verspricht, dass sich ab Februar die Lage auf der Strecke der S9 verbessern soll. Dennoch könne es noch zu Verspätungen oder Ausfällen kommen.

Abellio verspricht, dass sich ab Februar die Lage auf der Strecke der S9 verbessern soll. Dennoch könne es noch zu Verspätungen oder Ausfällen kommen.

Foto: Stefan Arend / Funke Foto Services

Langenberg/Neviges.  Seit der Fahrplanumstellung klagen Velberter Bahnkunden über Probleme auf der S9. Betreiber Abellio verspricht nun Besserung.

Seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2019 betreibt Abellio Rail NRW im Auftrag des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) auch die S-Bahn der Linie S9, die ursprünglich zwischen Haltern am See und Wuppertal Hauptbahnhof verkehrt.

Und seitdem reißen die Beschwerden der Bahnkunden über Verspätungen und Ausfälle der Züge nicht ab (WAZ berichtete). Nun verspricht Abellio Besserung – ab Februar: „Ab dem 3. Februar greift auf der Linie S9 ein so genanntes Stabilisierungskonzept, welches durch angepasste Wendezeiten in Wuppertal-Vohwinkel zur Entspannung der aktuellen Betriebslage führen soll“, teilt der Betreiber mit.

Abellio räumt zudem ein, dass es weiterhin zu Problemen auf der S9 kommt. Die „Betriebsstabilität“ habe sich zwar verbessert, trotzdem müssten „stark verspätete Fahrten wegen der kurzen Wendezeiten an den Linienendpunkten weiterhin vorzeitig in Velbert-Langenberg, Gladbeck West oder in Essen Hbf gewendet werden, damit die Folgefahrt wieder pünktlich abfahren kann“.

Ersatzverkehr ist nach wie vor nötig

Fahrgäste müssten in solchen Fällen auf den nachfolgenden Zug oder den bereitgestellten Ersatzverkehr mit Bussen umsteigen, „was mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden ist. Diese Situation bedauern wir sehr“, teilt Abellio mit.

Warum der Betrieb nicht reibungslos funktioniere, habe Abellio gemeinsam mit dem VRR und der DB Netz analysiert. „Im Ergebnis sind vor allem Störungen an der Infrastruktur und Kinderkrankheiten an den neuen Fahrzeugen ursächlich für Verspätungen, die im Fahrtverlauf nur begrenzt reduziert werden können“, fasst Abellio das Ergebnis zusammen.

Und weiter: „Durch die auf der Strecke bestehenden eingleisigen Abschnitte, der größeren Streckenauslastung im Knoten Essen und das zu Beginn noch nicht reibungslose Zusammenspiel zwischen Strecke, Technik und Personal schaukeln sich zunächst geringe Verspätungen dann im Fahrtverlauf auf.“

Außerdem fährt die Linie S9 – wie berichtet – „im Rahmen des Übergangskonzepts“ bis Ende April nur zwischen Haltern am See bzw. Bottrop Hbf und Wuppertal-Vohwinkel. Ab Mai wird die Linie S9 wieder Richtung Wuppertal Hbf fahren und die in Bottrop endenden Fahrten werden über Gladbeck West bis Recklinghausen Hbf verlängert. Bis dahin komme es „auf den Linien S9 und RE49 jedoch zeitweilig zu größeren Verspätungen und Zugausfällen.“

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