Abenteuer

Velberter reisen auf zwei Rädern um die ganze Welt

Patrick Nentzel und seine Frau Rane

Foto: Nentzel

Patrick Nentzel und seine Frau Rane

Velbert.  Patrick und Rane Nentzel aus Velbert wollen Ende April zur Weltreise aufbrechen. Sie wollen sich Zeit lassen, um Land und Leute kennenzulernen.

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Einmal um die Welt reisen und das nur mit dem Fahrrad. Was für die meisten sicherlich unmöglich erscheint, ist ab Ende April für Patrick Nentzel und seine Frau Rane Realität. Denn die beiden starten am 27. April hier in Velbert mit ihren Rädern und wollen in ungefähr zwei Jahren die ganze Welt umradeln. Nur noch wenige Tage sind es, bis es losgeht. Die Fahrräder werden derzeit für die lange Reise gerüstet, die Sachen gepackt und die letzten Formalien geklärt. Dann startet das Abenteuer, auf das die beiden schon so lange gespart haben.

Seit Jahren Radreisen unternommen

Die Idee dafür hatten die beiden schon lange – seit Jahren unternimmt das Paar längere Radreisen in Europa.

Nun soll es also um die Welt gehen. Die Jobs sind gekündigt, die Wohnung vermietet, persönliche Sachen, die nicht mitreisen, werden für die Zeit zwischengelagert. „Ich freue mich besonders auf das Gefühl der Freiheit und der Natur ganz nah zu sein.“, erzählt Nentzel.

Los geht’s hier in Velbert, dann erstmal Richtung Süden durch Europa und schließlich Richtung Asien. Eine genaue Route wollen sich die beiden aber noch nicht festsetzen. „Der Weg ist für uns das Ziel und wir möchten uns einfach genug Zeit nehmen, Land, Leute und Kultur kennenzulernen“, so der Hobbyradfahrer.

Langsames Reisen haben sie sich vorgenommen

„Slow travelling“ – also langsames Reisen – nennt man dieses Bewusstsein, das Patrick und seine Frau teilen. Ohne Druck und völlig frei durch die Welt reisen – ohne an die Zukunft denken zu müssen. „Man kann schon 100 Kilometer am Tag zurücklegen, aber wenn wir mal ausschlafen möchten und nur zehn Kilometer schaffen, ist das auch völlig in Ordnung“, erklärt Nentzel zu seinen Plänen. Die beiden möchten ihre Reise genießen und die einfachen Dinge – wie fließend Wasser – zu schätzen lernen. Der Wunsch der Nentzels ist es, mit ihrer Radreise den Menschen vor allem das nachhaltige Reisen mit dem Rad näherbringen zu können.

Aber das Ganze hat auch einen traurigen Hintergrund, denn im vergangenen Jahr verstarb der gemeinsame Sohn überraschend. Rane und Patrick machen trotzdem weiter und wollen nicht in Trauer versinken. „Wir wollen Motivation für andere Eltern sein, nach einem so schweren Verlust wieder Fuß zu fassen“, erzählt Rane.

Ausgezeichneter Reisefilm

Wenn er nicht auf dem Rad sitzt, ist Patrick Nentzel Filmemacher. Sein Radreisefilm „Light the fire“ läuft noch immer auf den Filmfestivals und wurde schon mehrfach ausgezeichnet. Auch auf seiner Weltreise plant Nentzel viel zu filmen. Wenn es mit der Datensicherung unterwegs funktioniert, könnte auch ein zweiter Radreisefilm dabei rumkommen. Das ist zumindest der Plan. Festlegen möchte er sich aber noch nicht, denn darum geht es ja bei der Reise – nicht festgelegt zu sein.

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