Hilfsaktion

Velberter Schüler schlüpfen in die Rolle von Straßenkindern

Charlotte, Melissa und Liah waren Straßenkinder für einen Tag und bettelten in der Fußgängerzone.

Charlotte, Melissa und Liah waren Straßenkinder für einen Tag und bettelten in der Fußgängerzone.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert.  Sechstklässler des NEG beteiligten sich an Aktion von Terre des Hommes. Spenden gehen an ein Projekt für Straßenkinder in Zimbabwe.

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Es ist schon eine kleine Tradition: Auf Initiative der Hilfsorganisation Terre des Hommes tauschten Schüler des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums jetzt für einen Tag die Schulbank mit dem Alltag von Straßenkindern. Im Tausch gegen einer kleinen Spende konnten Passanten von den Schülern frisch gebackene Kekse oder Taschentücher bekommen, die sie in der Velberter Fußgängerzone verkauften. Den Erlös ihrer Arbeit spenden die Velberter Straßenkinder für ein Terre des Hommes Straßenkinderprojekt in Zimbabwe. Dort finden Straßenkinder Schutz vor Gewalt, können sich waschen, bekommen regelmäßig zu essen, ärztliche Versorgung, können die Schule besuchen und endlich auch mal spielen.

Isabel erklärte, warum sie und ihre Mitschüler mitmachen: „Wir wollen den Straßenkindern in Afrika helfen und ihnen Spenden damit die Kinder ein besseres Leben haben“. Für Isabel war es aber auch eine kleine Überwindung die Leute anzusprechen, berichtete sie: „Es ist ein bisschen komisch die Leute anzusprechen, aber ich mach es dann einfach, weil wir den Menschen davon berichten wollen, das es nicht jedem so gut geht“.

„Das ist eine schöne Sache!

Letztendlich gefiel den meisten Leuten die Spendenaktion und sie spendeten großzügig. Auch Stefanie Basler gab gerne und berichtete begeistert: „Ich finde sowas ist immer eine schöne Sache, vor allem wenn sich Kinder für Kinder einsetzen und wenn man auch selber Kinder hat, tut man gerne was dazu bei“. Ein anderer trug auch nickend dazu bei und erklärt: „Ich spende gerne mal für Leute die gar nichts haben“.

Einige Passanten gehen einfach weiter

Die Schüler machte es glücklich wenn die Leute so positiv reagierten. Renate Köller sah das auch sehr positiv: „ Ich finde sowas ist doch normal, wenn man spendet, außerdem ist das eine tolle Sache wenn sich junge Menschen damit beschäftigen“. Die Schüler erhielten aber nicht nur positive Resonanz.

„Es gibt auch sehr viele Menschen die einfach weiter gehen und uns ignorieren, da hat man nach längerer Zeit keine Motivation mehr“, berichteten Tom und Luis. Ein junger Mann erklärte, er würde lieber dahin spenden, wo er sich wirklich sicher wäre, dass das Geld auch dort ankommt. Andere sagten auch: „Ich habe im Moment eben kein Bock“. Trotzdem ist es eine tolle Sache, die Spendenaktion machte nicht nur die Straßenkinder glücklich, sondern auch die Schüler des Gymnasiums.

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