Straßenverkehr

Verkehrsunfälle in Velbert verhindern und Sicherheit erhöhen

Die Technischen Betriebe Velbert haben den stark befahrenen Knotenpunkt bereits im vergangenen Jahr signaltechnisch umgerüstet.

Die Technischen Betriebe Velbert haben den stark befahrenen Knotenpunkt bereits im vergangenen Jahr signaltechnisch umgerüstet.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Kreis Mettmann/Velbert.  Die Unfallkommission des Kreises arbeitet daran, Verkehrsunfälle zu verhindern. In Velbert kamen zuletzt sieben Brennpunkte unter die Lupe.

Verkehrsunfälle verhindern und somit die Verkehrssicherheit erhöhen und spürbar verbessern. Das ist die zentrale Aufgabe der Unfallkommission des Kreises Mettmann, die einmal mehr kreisweit 37 so genannte Unfallhäufungsstellen unter die Lupe genommen und sich mit ihnen en detail beschäftigt hat. Davon entfallen drei auf Heiligenhaus und liegen sieben hier auf Velberter Stadtgebiet. https://www.waz.de/staedte/velbert/article227940649.ece

Beschlüsse sind verbindlich

Mitglieder der Kommission sind nach Auskunft von Thomas Fritsch, der deren Leitung bzw. Vorsitz hat, Vertreter der Straßenbaulastträger (z. B. Straßen NRW, Kreis, Stadt), ferner der örtlichen Straßenverkehrsbehörden und der Kreispolizei. Bei den Ortsterminen, so der Leiter des Sachgebietes Geschwindigkeitsüberwachung beim Kreis Mettmann weiter, seien im Schnitt immer mindestens vier Leute dabei. Die beteiligten Behörden arbeiten eng zusammen. Die Beschlüsse der Kommission sind für sie verbindlich und sie müssen die vorgesehenen Maßnahmen zeitnah umsetzen.

Zusammenhang zwischen Unfall und Umgebung

Eine Häufungsstelle wird als eine solche definiert, wenn an einer Stelle binnen eines Jahres drei Unfälle selben Typs passieren. „Wichtig sind die Aspekte wie viele, in welcher Kategorie, welches Ausmaß und die Schwere“, erläutert Fritsch. Er bringt die Zielsetzung so auf den Punkt: „Unfälle verhindern, Gefahrenpunkte entschärfen.“ Im Fokus sind immer auch Zusammenhänge zwischen Unfallgeschehen und baulichen bzw. verkehrlichen Gegebenheiten. In der Regel wird jährlich ein Bericht verfasst; der zuletzt verfügbare erstreckt sich jedoch über die beiden Jahre 2017 und 2018.

Neue Markierungen müssen her

Für den Kreuzungsbereich Langenberger-/Metall-/Eickheisterstraße werden hier sechs Unfälle mit vier Leichtverletzten benannt. Die Kommission beschließt, dass die Fahrbahnmarkierungen kurzfristig erneuert werden müssen. Für den Bereich Friedrich-/Deller-/Nevigeser-/Schmalenhofer Straße sind neun Unfälle mit zwei Schwer- und einem Leichtverletzten vermerkt. Zu einem gehörigen Teil im Zusammenhang mit Linksabbiegern. Abhilfe soll das Umrüsten der Ampelanlage schaffen – erledigt. Im Verlauf der Nordrather Straße kam es zu vier Unfällen mit mehreren

Schwer- bis Leichtverletzten. Die Experten gehen von nicht angepasster Geschwindigkeit aus und „verordnen“ zusätzliche Hinweiszeichen auf die unfallträchtige Kurve. Weitere Maßnahme wurden an der Heiligenhauser Straße, Ausfahrt Burger King/Lidl, umgesetzt: Dort gaben vier Unfälle mit sieben Leichtverletzten Anlass zum Handeln.

Vier Parkplätze müssen verschwinden

Vor allem Vorfahrtsverstöße gab es laut Auflistung ferner im Bereich Schloß-/Mittelstraße bei sechs Unfällen. Die Fachleute dringen darauf, vier sichtbehindernde Parkplätze auf der südlichen Schloß- vor der Einmündung Mittelstraße zu entfernen und an anderer Stelle neu einzurichten. Weiter im Text mit Friedrich-Ebert-/Dieker-/Parkstraße und neun Unfällen. Die haben zur Folge, dass die Ampel an der dortigen Kreuzung nachts nicht mehr abgeschaltet werden soll. Darüber hinaus gab es in einem Abschnitt der Hüserstraße fünf Unfälle mit zwei Schwer- und drei Leichtverletzten. In drei Fällen war ein Motorrad und in einem ein Radfahrer beteiligt. Die Kommission geht von zu hohem Tempo aus und bittet u. a. die Kreispolizei um entsprechende Ausweitung der Motorradüberwachung.

Fast alles ist auch umgesetzt worden

Bis auf eine seien in Velbert sämtliche Maßnahmen umgesetzt worden, bilanziert Thomas Fritsch auf Nachfrage. Es gebe immer auch eine Vorher-/Nachher-Untersuchung durch die Kreispolizeibehörde. Und wird wirklich immer kontrolliert, ob die Beschlüsse der Kommission tatsächlich umgesetzt werden? „Na klar.“

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