Weihnachtsmarkt

Viele besuchen Markt in Neviges mittelalterlich gewandet

Das macht Jux: Alexander Szymanski bereitet Emily und Tom auf dem Weihnachtsmarkt in Neviges mit seiner Drachenpuppe Randale eine Menge Spaß.

Das macht Jux: Alexander Szymanski bereitet Emily und Tom auf dem Weihnachtsmarkt in Neviges mit seiner Drachenpuppe Randale eine Menge Spaß.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Neviges.  Nicht nur die Händler, auch viele Besucher kamen mittelalterlich gewandet zum Weihnachtsmarkt in Neviges. Gaukler und Musiker boten allerlei auf.

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„Ich interessiere mich generell für die Antike und das Mittelalter.“ Der 16-jährige Luca Backhaus ist mit seiner Familie beim Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in und vor der Vorburg Schloss Hardenberg, den der Verein „Marktgilde zu Hardenberg“ in Neviges veranstaltet. Nicht nur dieses Interesse bewegt ihn zu dem Besuch: „Weil es mit der Familie Spaß macht.“

Der nächste Themen-Markt lockt schon

Die Familie, das sind die Eltern Claudia und Dirk Backhaus und Schwester Luisa, denen das besondere Ambiente sehr gut gefällt: „Es ist mal etwas anderes als der typische Weihnachtsmarkt.“ Und auch schön nah gelegen, wie der Langenberger Familienvater verrät. Seine Frau stimmt zu und freut sich auf den nächsten Themen-Markt: „Wir wollen noch nach Leverkusen zum nordischen Weihnachtsmarkt.“ Luisa (12) sagt: „Ich finde die Stimmung schön. Generell finde ich das Mittelalter gut, die Gewandungen.“ Es sind wirklich viele Menschen, auch Gäste, gewandet und zeigen ihre schönen Woll- und Winterkleider. Es ist klirrend kalt, genau richtig für Met und heißen Würzwein. Gaukler und Musiker unterhalten auf dem gefüllten Platz der Vorburg.

Der Kerl für sieben Taler schäumt ordentlich

Und wem es zu kalt wird, für den stehen die Räume offen. Im Westflügel werden allerlei nützliche Dinge angeboten, die nicht nur der Mittelalterfan gebrauchen kann: Besondere Liköre und Weine, Magenbrot und Kräuterbonbons, Seifen: „Hier kostet der Kerl nur sieben Taler“, lockt Petra Tesch aus Wegberg mit ihren selbst gemachten Seifen, eine davon in Form eines muskulösen Männerkörpers.

Dudelsackspieler mit Schweinekopf

Und schon am nächsten Stand eine wohlgeformte Frauenfigur aus Bronze – als Flaschenöffner. „Die kostet gleich fünf Mal so viel“, lacht ein Besucher. Wolle, Holzschnitzereien, Zwillen und eine Auswahl loser Räucherware, Kräuter und Tees, die Beatriz da Silva Custodio anbietet. Vorbei an den handgemachten Zaubernüssen, die Ute Meulenkamp, Mitorganisatorin und Vorsitzende des ausrichtenden Vereins, neben Schmuck im Angebot hat, geht es wieder nach draußen und über den Innenhof, in dem die fröhliche Stimmung gerade von einem Dudelsackspieler mit Schweinekopf verursacht wird.

Wohlriechendes für die Nase

Im Ostflügel gibt es Schnitzereien aus Holz und Knochen und für die feine Nase Räucherwerk und Parfüme in Fläschchen und Phiolen, selbst produzierte Seifen, die Matthias de le Ney mit Geschichten rund um das „Objekt du Parfum“ den Besuchern näher bringt: „Natur verkauft sich nicht an Massen“, begründet er das Angebot.

Feine Bänder und wärmende Wolle

Über ihm ist die Leibkneterei, neben ihm stehen feine Bänder, es wird Wolle gesponnen, und Gernot Lindlar bietet Pfeilspitzen und Accessoires an. Auf seinem Tisch liegt eine Kriegskeule, eine Waffe, die er selbst kreiert und benannt hat: „Die ist im Suff entstanden“, lacht der Bergisch Gladbacher. Wieder im Innenhof musiziert das Duo Hopscotch, und die Menschen tanzen fröhlich.

Gaucklerei und Feuerspuckerei

Sophia (8) schaut fasziniert zu. Sie geht regelmäßig mit ihrem Papa auf Mittelaltermärkte: „Hier gibt es sehr viele Edelsteine“, freut sie sich. „Ich finde cool, dass die meisten Besucher mit Mittelaltersachen hier sind.“

Neben ihr sitzt Jule (5), die einfach zufrieden ist: „Mir gefällt am besten, dass ich mit meiner Schwester hier sein kann.“ Sophia schaut kurz danach mit ihrem Papa dem Schabernack der Gaucklerei und Feuerspuckerei von „La Cuna Et Ignem“ zu. Sehr zur Freude aller Zuschauer, die das Schauspiel mit reichlich Applaus belohnen. Dann setzt die Dudelsackmusik ein und die Besucher beginnen wieder zu tanzen.

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