Wirtschaft

Wie Firma Witte am NEG Fachkräfte von morgen finden könnte

Beim Berufsfelderkundungstag bei der Firma Witte schauen sich die NEG-Schüler Zehra und Ammar die neuen Technologien bei automobilen Schließsystemen an  Beide waren auch ganz angetan von der Veranstaltung.

Beim Berufsfelderkundungstag bei der Firma Witte schauen sich die NEG-Schüler Zehra und Ammar die neuen Technologien bei automobilen Schließsystemen an Beide waren auch ganz angetan von der Veranstaltung.

Foto: Carsten Klein

Velbert.   Im Rahmen eines Berufsfelderkundungstag lernten NEG-Achtklässler, was das Velberter Unternehmen Witte bietet. Das kommt allen Beteiligten zugute.

Was mit einem Tag bei dem Automobilzulieferer Witte beginnt, könnte womöglich für manche Achtklässler des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums (NEG) der Startschuss zu einer Karriere bei dem Velberter Unternehmen sein. Denn am Montag waren 26 Jugendliche der 8b bei einem so genannten Berufsfelderkundungstag den ganzen Tag bei Witte, lernten viele Bereiche und Berufsfelder des Betriebs kennen – und zeigten sich ganz angetan.

So sagte der Achtklässler Niklas: „Das Ganze gefällt mir sehr gut. Wir haben bei verschiedenen Führungen einen guten Einblick bekommen und ich könnte mir vorstellen, einen technischen Beruf etwa im Bereich der Elektrotechnik zu ergreifen und zu studieren“, hat der NEG-Schüler schon klare Vorstellungen von der Zukunft.

Schüler lernen auch High-Tech-Produktion kennen

Eine solche Aussage freut natürlich Witte-Chef Rainer Gölz. Denn der Berufsfelderkundungstag, der durch einen direkten Kontakt zwischen dem Unternehmen und dem NEG im Rahmen des Kooperationsnetzes Schule-Wirtschaft (KSW) im Kreis Mettmann zustande gekommen ist, soll auch die Begeisterung für sein Unternehmen wecken – und so möglicherweise schon jetzt Fachkräfte von morgen finden. „Wichtig ist dabei, dass die jungen Leute wissen, was Industrie ist und auch in die Fertigung sowie in den Dienstleistungsbereich bei uns schauen können“, so Gölz.

Das können die Schüler gleich an mehreren Stellen tun – etwa bei Lukas Aldinger, der am Campus Velbert/Heiligenhaus ein Duales Studium im Bereich Mechatronik und Produktentwicklung absolviert und auch bei Witte tätig ist. Er erläuterte den Achtklässlern unter anderem neue Technologien bei Auto-Schließsystemen, wie beispielsweise Sensoren an der Fahrzeugtür oder an Kofferraumklappen durch Bewegungen aktviert werden und so die Tür öffnen.

Schülerin könnte sich eine Tätigkeit bei Witte vorstellen

Das hinterließ auch bei Zehra Eindruck: „Uns wurden komplizierte Dinge einfach erklärt. Es ist schon eine gute Sache, dass wir hier alle Möglichkeiten des Unternehmens sehen“, meinte die Achtklässlerin Auch sie könnte sich durchaus vorstellen, später mal bei Witte zu arbeiten. „Mich würde besonders der Kundenservice interessieren.“

Doch auch in anderen Bereichen bietet das Unternehmen Chancen, wie Katharina Linnemann aus der Personalabteilung weiß: „Wir haben rund zehn verschiedene Ausbildungsberufe sowohl im kaufmännischen, im technischen als auch im IT Bereich. Dazu ist ein Duales Studium möglich.“

Schon die zweite Kooperation mit dem NEG

Der Berufsfelderkundungstag ist übrigens schon die zweite Kooperation zwischen dem Nikolaus-Ehlen-Gymnasium und Witte: So hat es in diesem Jahr schon ein Bewerbungstraining für Neuntklässler gegeben, dazu kommt am Mittwoch die zweite 8. Klasse, um in das Unternehmen hereinzuschnuppern. Und die Liste der Zusammenarbeit könnte noch länger werden, wie Katharina Linnemann schildert: „Wir überlegen, ob wir noch eine Art Forscher AG mit interessierten Schülern anbieten.“

Das fände auch NEG-Lehrer Marc Babucke spannend. Er ist Koordinator für Studien- und Berufsorientierung an der Schule und sagt: „Diese Veranstaltung gibt sehr praktische Einblicke in Berufsbilder und die erforderlichen Kompetenzen und zeigt den Schülern, welche Möglichkeiten sie nach der Schule haben“ – ganz getreu der NRW-Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“.

>>>DAS IST DAS KOOPERATIONSNETZ

  • Das Kooperationsnetz Schule-Wirtschaft (KSW) des Kreises Mettmann möchte Kontakte zwischen benachbarten Schulen und Unternehmen zu dauerhaften Kooperationen in Form von sogenannten „Lernpartnerschaften“ aufbauen und untereinander vernetzen.
  • Weitere Informationen dazu gibt es bei der Wirtschaftsförderung des Kreises unter der Telefonnummer 02104 99 26 22.

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