Dorfgestaltung

21 Dortmunder Studenten entwickeln „Herz von Hirschberg“

Bei einem Besuch in Hirschberg zeigte Michael Pelster den Studenten der Fachhochschule Dortmund den Ort – und das Grundstück, das für ihre Semesterarbeit relevant ist.

Bei einem Besuch in Hirschberg zeigte Michael Pelster den Studenten der Fachhochschule Dortmund den Ort – und das Grundstück, das für ihre Semesterarbeit relevant ist.

Foto: Laura Handke

Hirschberg.   Mit Mehrgenerationen-Modellen sollen mehr Bewohner auf gleichem Raum leben können. Warum es nicht nur ein Wohnkonzept für den Ortskern gibt.

So gut wie keine Leerstände und trotzdem ist kaum noch Platz für neue Einwohner: Im Ortskern von Hirschberg leben weniger Bewohner, als eigentlich möglich wäre. Das ist die Ausgangssituation, der sich 21 Studenten der Fachhochschule Dortmund nun in ihrem neusten Projekt mit einer Semesterarbeit stellen wollen.

Neue und moderne Wohnkonzepte

Mit neuen und frischen Perspektiven möchten sie die Arbeitsgruppe Dorfentwicklung dabei unterstützen, neue und moderne Wohnkonzepte für Hirschberg zu erstellen und Ideen für „Das neue Herz von Hirschberg“ zu entwickeln. Dadurch soll das Dorf in Zukunft attraktiver gestaltet werden – für Jung als auch für Alt.

Denn das Schlüsselwort lautet: Mehrgenerationen-Modell. „Denn barrierefrei ist zeitgerecht und nicht nur für Senioren von Vorteil“, heißt es in der Aufgabenstellung. Die neuen Dorfbausteine sollen Generationen verbinden, Solidarität fördern und interkulturell ausgerichtet sein.

Vorbereiten...

Ungefähr seit einem Jahr stecken die Verantwortlichen in den Vorbereitungen für das große Projekt. Vorab haben die leitenden Professorinnen, Christine Remensperger und Diana Reichle, Hirschberg einen Besuch abgestattet – und auch die Hirschberger waren schon in Dortmund zu Gast. Insgesamt wirken nun 21 Studenten aus dem Fachbereich Architektur an dem großen Projekt mit.

„Das ist wirklich eine interessante Sache, ich komme selber aus einer relativ kleinen Stadt und es ist eine spannende Aufgabe für Architekten, den Spagat zwischen einer modernen Lösung und der Gestaltungssatzung zu schaffen“, sagt Student Till Pasch. „Das wichtigste ist, dass sich die Endlösung gut in den Ort einfügt und das Stadtbild nicht kaputt macht.“

Planen...

Konkret geht es um Hirschbergs Ortskern. Rund 5000 Quadratmeter stehen für die „Überplanung“ zur Verfügung – und den Studenten sind dabei keine Grenzen gesetzt, außer dass die Volksbank und die ortstypischen Eigenschaften erhalten bleiben sollen.

Bis Juli haben die Teilnehmer nun Zeit, um ihre Semesterarbeit fertigzustellen. Das Endergebnis: 21 Studenten – 21 unterschiedliche Konzepte und Modelle – „und genau der frische Input, den wir gerade benötigen“, sagt Ortsvorsteher Franz Linneboden. „Wir haben zwar auch eigene Ideen, aber sind auf diesem Bereich etwas festgefahren. Die Zusammenarbeit mit Studenten hat sich bereits in der Vergangenheit als sehr erfolgreich erwiesen.“

Umsetzen...

„Ich bin sicher, dass wir tolle Resultate sehen werden. Alle Studenten sind sehr motiviert – und die Professorinnen stehen voll und ganz hinter der Sache“, sagt Michael Pelster, von der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung.

Es ist aber nicht das eine Konzept, das am Ende umgesetzt werden soll. „Vielmehr wird es die Summe der unterschiedlichen Impulse sein, die am Ende einfließt“, so Pelster, der sich auf spannende Ideen und eine gute Zusammenarbeit freut.

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