Kirmes

Allerheiligenkirmes in Soest eröffnet

Das Bier fließt: Moderator Thomas Bremser, Bördekönigin Christina Brinkwirth, Brauerei-Verkaufsdirektor Manfred Nieder, Jägerken Daniel Mosch, Bürgermeister Eckhard Ruthemeier und Sasha Danne (Brauerei) freuen sich über den gelungenen Auftakt.

Foto: Reinhold Häken

Das Bier fließt: Moderator Thomas Bremser, Bördekönigin Christina Brinkwirth, Brauerei-Verkaufsdirektor Manfred Nieder, Jägerken Daniel Mosch, Bürgermeister Eckhard Ruthemeier und Sasha Danne (Brauerei) freuen sich über den gelungenen Auftakt. Foto: Reinhold Häken

Soest.   Zum 680. Mal eröffnet in diesem Jahr die Soester Allerheiligenkirmes. Vor allem Achterbahn-Freunde kommen auf ihre Kosten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die 680. Soester Allerheiligenkirmes ist eröffnet. Statt Bayernkapelle gab es die eingängige und aktuelle Schlagerwelt, natürlich den Fassanstich, bei dem Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer mit zwei Schlägen eine gute Figur abgab.

Das Stadtoberhaupt konnte im proppenvollen Bördezelt die Spitze der deutschen Schausteller ebenso begrüßen wie die vielen Gäste und Soester. Ruthemeyer wünschte sich die Gelassenheit und Freude der Soester auch außerhalb der Kirmeszeit und auch das Gemeinsame und Verbindende der Kirmes sei durchaus geeignet, bei vielen Dingen des Jahreslaufes deutlicher zur Geltung zu kommen.

Kirmesschal

Einen Kirmesschal gab es nicht nur für das neue Jägerken Daniel Mosch und Bördekönigin Christina Brinkwirth, Gäste aus Australien und dem afrikanischen Botswana hatten den Weg zur Kirmes gefunden und wurden ebenso lautstark begrüßt wie der scheidende Soester Jäger Tobias Mantau, der im vergangenen Jahr die Wasserfreunde Soest repräsentierte.

Sein Nachfolger Daniel Mosch ist Soester Polizist, lebt seit dem Frühjahr in der Hansestadt und muss sich zur Kirmes die Uniform teilen: Neben seinen repräsentativen Aufgaben sorgt er nämlich am Sonntag auch als Polizist auf der Kirmes. Die nahm gestern einen schwungvollen Auftakt und startete ins pure Vergnügen.

Jägerken empfangen

Bis einschließlich Sonntag verwandeln rund 400 Schausteller die alte Hansestadt wieder in einen riesigen Freizeitpark. „Highlight“ unter den Neuheiten ist der höchste transportable Kettenflieger der Welt, „Jules Verne Tower“, der seinen Platz auf dem Hansaplatz gefunden hat.

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 120 Stundenkilometer und einer Beschleunigung zwischen Schwerelosigkeit und wie bei einem Raketenstart in einer Höhe von immerhin 55 Metern, ist eine Fahrt im Apollo 13 auf dem Markt dagegen nur etwas für adrenalinbegeisterte „Hobbyastronauten“.

City Skyliner

Wesentlich ruhiger, aber mit garantiert genauso spektakulärer Aussicht über das Kirmesgelände und die Altstadt, lädt der City Skyliner zu beschaulichen Kreisen in luftiger Höhe direkt neben dem Turm der Petrikirche ein. Mit einer Gesamthöhe von 80 Metern handelt es sich hierbei um den höchsten mobilen Aussichtsturm der Welt.

„Ordentlich rund“ geht es zum Beispiel in den Neuheiten Turbine am Brüdertor und Kick Down auf dem Petrikirchplatz Nord. Mit einer Kombination aus Geschwindigkeit und Höhe kann außerdem die dritte Neuheit, Predator, auf dem Bahnhofsvorplatz punkten. Hier kann der Fahrgast in 15 Metern Höhe rasante Überschläge bei irrem Tempo erleben.

Kirmes im Himmel

Auch die Riesenschaukel XXL-Höhenrausch am Brüdertor ist mit 40 Metern kaum zu übersehen.

Phantastisch ist auch das Gefühl, wenn man durch ein einfaches physikalisches Prinzip die Gesetze der Schwerkraft überwinden und ganz ohne Sicherheitsbügel abheben kann. Möglich macht dies der Original Rotor, der seinen Platz erstmals in der Wiesenstraße findet.

Achterbahn-Freunde kommen auf ihre Kosten

Achterbahn-Freunde werden sich vor allem über den Drifting Coaster auf dem Parkplatz am Großen Teich freuen. Wem das Novemberwetter, das zur Allerheiligenkirmes eigentlich dazugehört, zu kalt ist, der kann sich im Coco-Bongo in der Marktstraße auf einen lustigen Kurztrip in die Karibik begeben oder im Viva Cuba auf dem Domplatz der „Spaßrevolution“ anschließen.

Neben so viel Neuem wartet aber natürlich auch wieder Bekanntes und Beliebtes auf der 50 000 Quadratmeter großen Veranstaltungsfläche. Die Mischung aus Klassikern und den neuesten Attraktionen der Saison, Thrillrides und Familienfreundlichkeit, Hightech, Nostalgie und historischer Kulisse ist es schließlich, die den besonderen Reiz der Veranstaltung ausmacht und der sich rund eine Million Besucher nicht entziehen können.

Freier Fall und 7-D

Da lädt bereits von Weitem sichtbar das nostalgische Riesenrad „Roue Parisienne“ direkt beim Verlassen des Bahnhofsgebäudes die ganze Familie zu einer gemütlichen Runde mit herrlichem Blick über das gesamte Kirmesgelände ein, während sogar eingefleischten Karussellfreunden bei einer Fahrt im 80 Meter hohen Freifallturm SkyFall auf dem Parkplatz am Großen Teich das Adrenalin in die Adern schießen dürfte.

Wer sich lieber entspannt zurücklehnt, kann sich zum Beispiel in einen der Sessel des 7D-Kinos vor dem Dom setzen und Kino-Spaß in „ganz neuen Dimensionen“ genießen.

16 Karussells für Kinder

Während die Kleinsten auf dem Antik Pferdekarussell auf dem Hansaplatz sowie auf 16 weiteren Fahrgeschäften speziell für Kinder ihre Runden drehen, können sich die Größeren im Hexentanz durchwirbeln lassen oder im Geisterschloss mit echten Gespenstern auf Tuchfühlung gehen.

Und beim traditionellen Familienbummel führt an den beliebten Klassikern wie dem Big Monster, dem Happy Sailor, dem Wellenflieger, dem Musikexpress und einer Fahrt in einem der beiden Autoscooter eh kein Weg vorbei.

Und mitten im bunten Kirmestrubel bietet Pott´s Historischer Jahrmarkt einmal mehr eine kleine Ruhe-Insel in der man sich in die Zeiten der Anfänge des Allerheiligenmarktes vor über 600 Jahren zurückversetzt fühlt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik