Entwicklungskonzept

Altenrüthener Projekt ist förderfähig

Das Projekt Dorfzentrum in Altenrüthen ist auf Ikek-Basis förderfähig: Gregor Sänger, Sachbearbeiter ländliche Entwicklung bei der Bezirksregierung Arnsberg, hat dies bei einem Ortstermin bestätigt.

Das Projekt Dorfzentrum in Altenrüthen ist auf Ikek-Basis förderfähig: Gregor Sänger, Sachbearbeiter ländliche Entwicklung bei der Bezirksregierung Arnsberg, hat dies bei einem Ortstermin bestätigt.

Foto: Armin Obalski

Altenrüthen.   Das Dorfgemeinschaftszentrum Altenrüthen passt vom Konzept in das Förderprogramm für ländliche Entwicklung. So die gute Nachricht aus Arnsberg.

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Mit Freude vernahmen die Altenrüthener am Montagnachmittag die gute Nachricht: Ihr Projekt eines Dorfgemeinschaftshauses als Zentrum für alle Vereinaktivitäten sowie Treffpunkt für private Feiern und das Klönen in einer integrierten Dorfkneipe ist generell förderungsfähig mit Mitteln aus dem Integrierten Ländlichen Entwicklungsprogramm (ILE) des Landes. Dies sicherte ihnen Gregor Sänger von der Bezirksregierung Arnsberg zu.

Zwei Dutzend Vereinsvertreter und weitere Dorfbewohner zeigten Sänger, Sachbearbeiter für ländliche Entwicklung, begleitet von Bürgermeister Peter Weiken, Beigeordnetem Hubert Betten und Stadtplaner Joachim Heidrich den Zustand der jetzigen Gemeindehalle – und das, was sie damit vorhaben. Die städtische Halle, die einen erheblichen Investitionsstau aufweist, soll nicht nur renoviert werden (was laut Gregor Sänger nicht förderfähig ist), sondern als Bestandteil des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes, das derzeit für Rüthen erarbeitet wird, zum Zentrum der dörflichen Altenrüthens werden.

„Unser Anspruch ist es, alles unter einem Dach zu vereinen“, erklärte Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx dem Gast. Das gilt für die Aktivitäten der Vereine (Schützen-, Sport-, Musik- und Dorfgemeinschaftsverein, Frauengemeinschaft), aber auch darüber hinaus gehende Angebote. Die vor kurzem abgehaltene Dorfwerkstatt ergab dafür zahlreiche Beispiele. Christiane Schirk und Sandra Reiter berichteten über die Ergebnisse. Angebote für junge Familien sind ein Beispiel dafür, was auf die Beine gestellt werden kann, wenn man weiß wo. Randstundenbetreuung für Kinder nach Schulschluss wären eine Möglichkeit. Eltern könnten sich dabei abwechseln und gegenseitig unterstützen. „Es sind viele Ideen da, aber nur wenige Möglichkeiten, die Halle zu nutzen“, so Wiegelmann-Marx.

Für die Zukunft mancher Aktivitäten drängt die Zeit: Der Probenraum des Instrumentalvereins ist nur angemietet, für die Immobilie wird ein Käufer gesucht, und auch das bisheriger Dorfgemeinschaftshaus in der früheren Braustube besteht nur auf Abruf. Dort will der Eigentümer lieber Wohnungen einrichten.

Bürgermeister ist beeindruckt

Bei Bürgermeister Weiken stießen die umfangreichen Vorarbeiten der Altenrüthener auf Bewunderung. „So soll es sein: Die Bürger sollen ihre Ideen in das Ikek einbringen. Was Altenrüthen da bisher geleistet hat, ist beeindruckend; besser geht es nicht.“ Ob das reiche für die Förderung, wollte er von Gregor Sänger wissen und der stellte klar: „Gemeinschaftseinrichtungen, wie sie hier entstehen sollen, sind generell förderungsfähig – nicht aber reine Sanierungsmaßnahmen.“ Das heißt aber auch: Muss irgendwo in die Bausubstanz eingegriffen werden, um zum Ziel zu kommen, fallen Maßnahmen zum Lärmschutz oder energetischen Sanierung sehr wohl in die Förderung.

Eigenleistungen werden laut Sänger anerkannt und auf den Eigenanteil, den im konkreten Fall die Stadt als Eigentümer erbringen muss, angerechnet. „Wer ordentlich Eigenleistungen erbringt, hilft bei der Umsetzung von Projekten“, so der Vertreter der Bezirksregierung. Für das Altenrüthener Ratsmitglied ist dies zudem Argumentationshilfe, um das Vorhaben in der letztlich entscheidenden Politik durchzusetzen.

Bis es dort zu einer Entscheidung kommt, kann es laut Weiken bis zum Herbst dauern. Doch schon bei dem Treffen am Montag beauftragte der Johannes-Ulrich Blecke, der als Architekt bisher inoffiziell die Altenrüthener beraten hat, ein Angebot zu erarbeiten, das einen Vorentwurf für das Dorfgemeinschaftszentrum beinhaltet. „Das alles hört sich für uns sehr gut an“, freute sich Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx.

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