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Am Rabennest wird Discgolf-Anlage eröffnet

Reimund Kaiser eröffnet gemeinsam mit seiner Frau Sabine eine Discgolf-Anlage im Rabennest.

Foto: Armin Obalski

Reimund Kaiser eröffnet gemeinsam mit seiner Frau Sabine eine Discgolf-Anlage im Rabennest. Foto: Armin Obalski

Kallenhardt.   Nicht Ufos, sondern Frisbees fliegen am Rabennest in Kallenhardt durch die Luft. Hier wird eine neue Discgolf-Anlage eröffnet.

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Hier muss das Runde nicht ins Eckige, sondern ins Runde: Am Sonntag wird im Bikepark am Rabennest eine Discgolf-Anlage als neue Attraktion eröffnet. Sie ist die erste im Kreis Soest, aber auch drumherum. Beim Discgolf versuchen die Spieler auf einem Parcours Frisbee-Scheiben mit möglichst wenigen Würfen in die Körbe zu befördern. Zwölf Stationen hat der Rundlauf bei Kallenhardt.

„Wir versuchen noch mehr Touristen anzulocken“, berichtet Reimund Kaiser, der mit seiner Frau Sabine den Bikepark mit verschiedenen Angeboten betreibt. „Man muss immer etwas tun, immer etwas Neues anbieten“, sagt er. Discgolf kam dem Ehepaar daher gerade recht. Bei der Landesgartenschau in Landau vor zwei Jahren wurden die beiden auf diesen Sport aufmerksam. Er stammt aus Finnland. Was hierzulande noch eine Rarität ist – Spieler müssen bislang mindestens nach Lünen oder Bad Fredeburg fahren – ist in Skandinavien, aber auch den USA schon der Renner.

Eineinhalb Kilometer lang ist der Parcours am Rabennest. Und auch er hat etwas Internationales: Gregor Marter aus Berlin hat ihn gebaut, die Körbe aber kommen aus Finnland. Die zwölf Stationen bestehen je aus einem Abwurfpunkt und einem Fangkorb. „Die Bahnen sind kürzer, dafür aber anspruchsvoll, weil der Weg durch den Wald führt“, berichtet Kaiser. Denn das macht die Route einzigartig: Bis auf den Startpunkt liegt sie komplett im Wald. Die Würfe der Frisbeescheiben müssen so auch um Bäume herum kalkuliert werden. Gebaut, darauf ist er stolz, wurde der Parcours ohne große Eingriffe in die Natur.

Ähnlichkeiten mit Minigolf

An jedem Abwurfpunkt gibt ein Schild darüber Auskunft, wie viele Würfe durchschnittlich für die jeweilige Bahn erforderlich sind. Ähnlich wie beim Minigolf zieht die Karawane, sprich das Team weiter. Denn „Discgolf ist“, wie Reimund Kaiser erklärt, „ein Mannschaftssport. Wie beim Minigolf trägt jeder seinen Namen und die Zahl seiner Würfe in eine Liste ein; am Ende wird gerechnet.“

Gerechnet hat das Ehepaar Kaiser auch – und konnte die neue Attraktion mit Unterstützung des Leader-Programms realisieren. 65 Prozent der Kosten von etwa 16 000 Euro kommen aus diesem von EU und Land gespeisten Fördertopf. Die Discgolfanlage ist eines der ersten Projekte in der heimischen Aktionsgemeinschaft „5verBund“, das umgesetzt wird. „Den Rest finanzieren wir selbst“, betont Reimund Kaiser – und freut sich mit seiner Frau, dass es am Sonntag los geht (Programm siehe Box).

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