Trinkwasser

Anlage bei Kallenhardt sichert Wasserqualität

Offiziell in Betrieb: Rüthens Bürgermeister Peter Weiken, Aufsichtsratsvorsitzender Bernhard Schladör, Landrätin Eva Irrgang, Geschäftsführer Alfred Striedelmeyer und Erwittes Bürgermeister Peter Wessel (am Tisch von links) betätigen den Startknopf.

Offiziell in Betrieb: Rüthens Bürgermeister Peter Weiken, Aufsichtsratsvorsitzender Bernhard Schladör, Landrätin Eva Irrgang, Geschäftsführer Alfred Striedelmeyer und Erwittes Bürgermeister Peter Wessel (am Tisch von links) betätigen den Startknopf.

Foto: Armin Obalski

Kallenhardt.   Die Qualitätssicherungsanlage des Lörmecke Wasserwerks ist in Betrieb. Es gibt Vorkehrungen auch für Risiken durch den Steinabbau.

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Wasser ist das wichtigeste Lebensmittel überhaupt. Dafür, dass 100 000 Verbraucher im südlichen Kreisgebiet als Kunden des Lörmecke Wasserwerkes oder über Zwischenlieferanten es weiterhin und zukünftig in ausgezeichneter Qualität genießen können, sorgt die Qualitätssicherungsanlage bei Kallenhardt. Landrätin Eva Irrgang und weitere Gäste nahmen sie am Donnerstag offiziell in Betrieb.

Mit 4,9 Millionen Euro weniger investiert als geplant

Es handelt sich um eine Millioneninvestition, die sich auszahlt, und die bei den Kosten um 600 000 Euro unter dem Planwert von 5,5 Millionen Euro geblieben ist. „Hochwertig, qualitätvoll, gesichert – und preiswert“, mit diesen Stichworten charakterisierte die Landrätin das Lörmecke-Wasser, das auch zukünftig in gewohnter Qualität die Verbraucher erreiche. Dieser Tag sei daher ein guter Tag für das Lörmecke Wasserwerk – eine 100-prozentige Gesellschaft des Kreises – und ein wichtiger für die Menschen.

Mit der Investition sei die Basis dafür gelegt, dass die Zukunft des Wasserwerkes gesichert sei und man sich keine Sorgen um die Trinkwasserversorgung machen müsse. „Wir haben damit eine große Sorge weniger. Unser Wasserwerk ist nun gegen alle Unwägbarkeiten gewappnet“, so Eva Irrgang. Und die Wasserversorgung ist auf dem Stand der gesetzlichen Erfordernisse. Sie erinnerte an die 120 Parameter, die laut Trinkwasserverordnung für eine moderne Wasseraufbereitung einzuhalten sind.

Dabei geht es nicht nur um die natürlicherweise im Quellwasser enthaltenen Trübstoffe, die es aus dem Karstgestein mit sich führt. „Es besteht mit der Qualitätssicherungsanlage die Möglichkeit, auf negative Umwelteinflüsse zu reagieren“, betonte die Landrätin.

Erhebliches Gefährdungspotenzial attestiert

Deutlicher, worin diese Umwelteinflüsse bestehen könnten, wurde Aufsichtsratsvorsitzender Bernhard Schladör. „Ein erhebliches Gefährdungspotenzial“ für die Trinkwassergewinnung sah er in möglichen Erweiterungen und Vertiefungen der ansässigen Steinabbaubetriebe. „Vor diesem Hintergrund ist die Qualitätssicherungsanlage auch so etwas wie ein Schutzschild für die Bevölkerung in unserer Region für die lebenswichtige Versorgung mit einem hochwertigen Lebensmittel“, bekräftigte Schladör.

Bereits Vorsorge ist in der neuen Anlage dafür getroffen, sollte es beispielsweise durch Unfälle in den Steinbrüchen zu einem Schadstoffeintrag in das Wasser kommen. Als Option gibt es dafür eine Reinigungsstufe mit Pulveraktivkohle, die bei Bedarf zugeschaltet werden kann. Es gibt sogar die Option, diesen Anlagenteil auszubauen. Ansonsten aber ist das Wasser nach Ultrafiltration so gut wie keimfrei, wird dann noch mittels UV-Licht desinfiziert. 780 Kubikmeter dieses hochwertigen Lebensmittels halten die beiden Reinwasserbehälter ständig vorrätig.

Höhere Bezugskosten für die Verbraucher

„Jeder Cent ist hier goldrichtig eingesetzt“, zeigte sich die Landrätin überzeugt. Zwar erzeugten Investitionen, so auch diese, Kostensteigerungen für die Verbraucher, doch auch nach diesen Preisanpassungen gehöre das Lörmecke Wasserwerk zu den günstigsten Versorgern im ganzen Land.

Einen Einblick in die über zweijährige Baugeschichte und einen Überblick über die zahlreichen Beteiligten gab Geschäftsführer Alfred Striedelmeyer. Das Lob aber hatte die Landrätin schon mit einem schlichten „Gut gemacht“ an Entscheidungsträger und Ausführende vorweggenommen.

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