Polizist verletzt

Asylbewerber verletzt Polizisten bei Festnahme in Rüthen

Der Asylbewerber muss nun 40 Sozialstunden nach dem Vorfall in Rüthen ableisten.

Foto: Kleinrensing

Der Asylbewerber muss nun 40 Sozialstunden nach dem Vorfall in Rüthen ableisten. Foto: Kleinrensing

Rüthen.   Ein Asylbewerber muss Sozialstunden ableisten, nachdem er bei Tumulten am Asylbewerberheim in Rüthen einen Polizisten verletzt hatte.

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Ein Verfahren gegen einen Asylbewerber aus Afghanistan ist am Dienstag vor dem Amtsgericht Warstein eingestellt worden. Der 18-jährige Mann war wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Körperverletzung angeklagt worden.

Nun muss er 40 Sozialstunden ableisten. „Ich respektiere das Urteil und möchte noch einmal betonen, dass ich niemanden absichtlich verletzten wollte“, erklärt er zum Abschluss des Verfahrens.

Blutige Nase und Kopfnuss

Anfang Juni 2017 war es an der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Asylbewerber zu Tumulten gekommen. „Wir wurden zur Unterstützung hinzugerufen, mussten dann bei einer Schlägerei eingreifen“, sagte eine Polizistin, die am Einsatz beteiligt war.

Der Angeklagte war nach einer Beleidigung durch einen Mitbewohner auf diesen losgegangen und hatte ihm einen Faustschlag verpasst, er selbst hatte nach einer Kopfnuss eine blutige Nase. „Er hat meine Mutter beleidigt, das geht bei uns gar nicht. Ich war unheimlich wütend auf ihn“, erklärte der 18-Jährige.

Nachdem die Polizei die Situation zunächst in den Griff bekam, erblickte der Angeklagte auf dem Weg zum Streifenwagen erneut seinen Mitbewohner uns sah Rot. „Er hat sich losgerissen, mit seinen Ellbogen gewehrt. Auch als er am Boden war, hat er noch um sich getreten“, berichtete die Polizeibeamtin.

Ihr Kollege schlug sich beim Versuch, den Asylbewerber auf den Boden zu drücken, den Ellbogen auf und zog sich eine Prellung zu. Böse ist er dem Angeklagten nicht: „Das war keine Absicht, er war ja völlig außer sich. So eine Schürfwunde holt man sich auch mal beim Fußball.“

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