Leseabend

Ausflüge in die Welt der Bücher in Allagen

Bernhard Dust liest aus seiner Kurzgeschichte vor, die er für den Leseabend geschrieben hat – und die bisher  noch keinen Titel hat.

Foto: Lukas Koerdt

Bernhard Dust liest aus seiner Kurzgeschichte vor, die er für den Leseabend geschrieben hat – und die bisher noch keinen Titel hat. Foto: Lukas Koerdt

Allagen.   Leseabend der Kath. öffentlichen Bücherei Allagen kommt bei den Zuhörern gut an. Der Nachwuchs ist bereits in der „Ausbildung“.

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Die Resonanz von mehr als 100 Besuchern, die sich den Leseabend ihrer Bücherei in Allagen nicht entgehen lassen wollten, war die größte Bestätigung für Leiterin Eva Simon und ihr Team.

Die Vorleser nahmen die Zuhörer mit auf spannende, lustige, aber auch skurrile Ausflüge in die Welt der Bücher.

Cedric Schmitt

Cedric Schmitt ist der erste Vorleser, der im charmant hergerichteten Lesezimmer Platz nehmen kann. Er ist die meiste Zeit seines Lebens studienbedingt momentan „unterhalb des Weißwurstäquators“ unterwegs, besuchte nun sein Heimatdorf und brachte den Roman von Roland Jungbluth mit dem Titel „Remember“ mit.

Dieser Thriller, in dem Annabel in einer psychiatrischen Klinik erwacht und sich an nichts erinnern kann, fesselt den Zuhörer bereits nach den ersten Seiten. „Dieses Buch ist vielleicht nicht das Richtige für Menschen, die abends nicht gut einschlafen können“, so Schmitt. „Aber es fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite.“

Gaby Koerdt

Die Debütantin im Vorleseteam, Gaby Koerdt, vorgestellt als die „Hüterin der 1000 Steine“, wechselte das Genre und brachte mit dem Buch „Wer erbt, muss auch gießen“ von Renate Bergmann das Publikum zum

Lachen.

Die fiktive Rentnerin, genannt Online-Omi, erzählt aus ihrem Leben mit vier Ehemännern und Freundin Ilse, die es mit ihrem Kurt auch nicht leicht hat. Mit Weisheiten und Tipps für den Rentner-Ehemann ihrer Freundin unterhält sie Leser sämtlichen Alters.

Marie-Stelle Clemens

Marie-Stella Clemens nahm anschließend im Lesesessel Platz und trug aus dem Krimi „Anonym“ von Ursula Poznanski und Arno Strobel vor, in dem Ermittlerduo Daniel Buchholz und Nina Salomon es mit einem Internetforum aufnehmen müssen, in dem die User über das nächste Mordopfer abstimmen dürfen.

Eine schwierige Aufgabe, besteht das sogenannte Darknet doch in erster Linie aus Menschen, die anonym bleiben – und so Spannung bis zum Schluss garantieren.

Bernhard Dust

Bernhard Dust las im Anschluss eine eigens für diesen Abend geschriebene Kurzgeschichte vor. „Die Geschichte hat noch keinen Titel“, so Dust, „aber sie spielt wieder in Warstein.“ Ermittler Otto, gebürtig aus Dortmund, soll den Tod dreier Männer in der Sauna des Allwetterbades aufklären.

„Ich hab es auch mal mit einer Frau versucht“, erklärt Bernhard Dust, „aber das hat nicht so gut geklappt. Ich muss meine weibliche Seite erst noch finden.“ So ermittelt der Ruhrpott-Beamte im Warsteiner Dauer-, Sprüh-, oder Fisselregen und muss absurde Ideen, das Museum des Haus Kupferhammer durch die Ausstellung der Toten attraktiver für Besucher zu machen, ertragen.

Uli Cordes

Dann las Uli Cordes aus dem Buch „Zero – sie wissen, was du tust“ von Marc Elsberg vor. In dem Thriller, der in London spielt, geht es um aktuelle Themen wie Internet, Smartphones und Kameras. Nachdem bei einer Verfolgungsjagd ein Junge erschossen wurde, ermittelt die Journalistin Cynthia und muss sich mit dem Problem der Durchsichtigkeit des Menschen auseinandersetzen.

Lisa Simon

Lisa Simon übernahm schließlich die Aufgabe, aus dem Buch „Sauerländer Märchenstunde – Spaßmärchen und Lügengeschichten aus dem Land der 1000 Berge“ vorzulesen, in dem man erklärt bekommt, wie das Licht nach Sundern kam oder die Kartoffel nach Lüdenscheid. Das ausgewählte Märchen spielt in Remblinghausen und handelt von einem Bauern und seiner engen Beziehung zu seiner „Hitte“.

Zum Abschluss trug Uli Ernst dann noch das Lied „Gute Nacht Freunde“ von Reinhard May vor und rundete das Bild des Abends zum Thema „Schlafen“ ab.

So endete der dritte Leseabend der Bücherei und auch um den Nachwuchs muss sich Eva Simon keine Sorgen machen, haben doch schon sechs „Leseratten“ die ersten Monate einer kleinen „Ausbildung“ genossen und stehen nun den älteren Kolleginnen zur Seite.

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