Warsteiner Brauerei

Wie es nach dem Cama-Abschied bei Warsteiner weitergeht

Warsteiner Brauerei: Die Geschäftsführer Carsten Rockholtz und Alessandra Cama stellen das "Zukunftsprogramm" vor, das unter anderem Stellenstreichungen enthält.

Warsteiner Brauerei: Die Geschäftsführer Carsten Rockholtz und Alessandra Cama stellen das "Zukunftsprogramm" vor, das unter anderem Stellenstreichungen enthält.

Foto: Warsteiner Brauerei

Warstein.   Als „planmäßigen“ Abschied verkauft die Warsteiner Brauerei den Abgang von Alessandra Cama. Doch manche Fragen bleiben offen.

Die Warsteiner Brauerei kommt nicht zur Ruhe. Nach gut einem Jahr verlässt Geschäftsführerin Alessandra Cama das Unternehmen im Januar – „planmäßig“, wie die Brauerei mitteilt.

Erst im Oktober 2017 war sie als Fachfrau für Unternehmensentwicklung in die Geschäftsführung eingetreten, hatte im Januar nach dem Abgang von Martin Hötzel das Ressort Marketing/Vertrieb übernommen.

„Frau Cama ist für das Zukunftsprogramm zu uns gekommen“, erklärt Warsteiner-Sprecherin Sinje Vogelsang gegenüber der WESTFALENPOST. „Mit dessen Umsetzung sind wir nun viel schneller als gedacht, sie hat ihre Ziele erreicht.“ Damit könne sie ihre Projekte nun an Christian Gieselmann übergeben, der ihr ab Januar folgt. „Das kann in aller Ruhe passieren“, erklärt die Sprecherin. Wer neuer kaufmännischer Geschäftsführer wird, ist hingegen noch offen.

Suche für neuen Finanz-Chef bei Warsteiner läuft

Dass nicht schon früher kommuniziert wurde, dass die ehemalige Unternehmensberaterin Alessandra Cama nur für die Sanierung in die Geschäftsführung gerückt ist, sei eine bewusste Entscheidung gewesen. „Zu Vertragsinhalten äußern wir uns ja grundsätzlich nicht“, erklärt die Sprecherin.

Auf die Frage, warum angesichts des offenbar planmäßigen Wechsels noch kein neuer Finanz-Chef gefunden ist, erwidert Vogelsang. „Die Suche läuft auf Hochtouren.“ Ob bereits Gespräche mit Kandidaten laufen, kommentierte sie nicht.

Brauerei gewinnt Marktanteile hinzu

Christian Gieselmann, der neue starke Mann bei Warsteiner, war als Projektleiter bei der Unternehmensberatung Roland Berger für die Umstrukturierungen in der Brauerei mitverantwortlich, bevor er im März als kaufmännischer Geschäftsführer auf Carsten Rockholtz folgte. Nun übernimmt der 47-Jährige das Ressort Marketing/Vertrieb und wird zugleich neuer Sprecher der Geschäftsführung.

Alessandra Cama solle dem Unternehmen verbunden bleiben, sagt Sinje Vogelsang auf Nachfrage: „Sie wird zumindest für einen gewissen Zeitraum weiter Projekte für uns übernehmen.“ Wie diese Arbeit genau aussehen wird, verriet die Pressesprecherin nicht.

Absatz gesteigert und Kosten gesenkt

Dank übermittelt Brauerei-Inhaberin Catharina Cramer: „Alessandra Cama hat erheblich dazu beigetragen, dass wir wieder Marktanteile gewinnen“, freut sich die geschäftsführende Gesellschafterin. Nach dem auch mit einem Stellenabbau verbundenen Sanierungsprogramm war der Absatz im ersten Halbjahr erstmals seit langem wieder gewachsen. Außerdem seien die Kosten gesenkt worden, teilt die Brauerei mit.

Catharina Cramer zeigt sich nach den zuletzt zahlreichen Veränderungen an der Führungsspitze der Warsteiner Gruppe überzeugt: „Mit Peter Himmelsbach, unserem langjährigem Geschäftsführer Technik, und Christian Gieselmann sind wir im Top-Management für die weitere Zukunft bestens aufgestellt.“ Und auch Alessandra Cama betont nochmals: „Ich bin überzeugt, dass Christian Gieselmann die Warsteiner Gruppe in eine erfolgreiche Zukunft führen wird.“

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