Waldfreibad

Bachelor-Arbeit: Waldsee statt Waldfreibad Hirschberg

Bald ein Waldsee? Nach den Plänen von Alena Vollmers-Dünnebacke soll das Gelände des Waldfreibads renaturiert werden.

Foto: Hans Blossey

Bald ein Waldsee? Nach den Plänen von Alena Vollmers-Dünnebacke soll das Gelände des Waldfreibads renaturiert werden. Foto: Hans Blossey

Hirschberg.   Studentin freut sich, dass die Hirschberger auf Basis ihrer Abschlussarbeit neue Pläne für das ehemalige Waldfreibad schmieden.

Aus dem früheren Waldfreibad soll ein Waldsee werden. Den Stein für dieses Projekt ins Rollen gebracht hat Alena Vollmers-Dünnebacke. Die ehemalige Studentin der Technischen Universität (TU) Dortmund hat sich in ihrer Bachelor-Arbeit mit dem Freibad beschäftigt. Warum ihre Wahl ausgerechnet auf Hirschberg fiel und wie sie auf die Resonanz reagiert hat, verrät sie im Interview mit dieser Zeitung.

  • „Habe mein Sauerländer Herz an Hirschberg verloren“
  • „Menschen waren total realistisch und hatten gute Vorschläge“
  • „Parkanlage war auch eine mögliche Option“
  • „Für mich ist es irgendwie immer noch unglaublich“

Frau Vollmers-Dünnebacke, warum haben Sie sich für ihre Bachelor-Arbeit ausgerechnet das Waldfreibad in Hirschberg ausgesucht?

Alena Vollmers-Dünnebacke: Ich war mir von Anfang an sicher, dass ich meine Bachelor-Arbeit im Fachgebiet Städtebau schreiben möchte. Meine Dozentin hatte dann einige Vorschläge für mich. Und was soll ich sagen: Ich habe mein Sauerländer Herz an Hirschberg verloren und bin bei dem Projekt hängengeblieben.

Wie ging es weiter?

Ich habe mich mit den Verantwortlichen vor Ort in Verbindung gesetzt, um die Situation besser einschätzen zu können. Mein Ziel war es von Anfang an, ein Nachnutzungskonzept zu entwickeln. Dabei wurde mir vorgeschlagen, die Hirschberger bei den Köhlerwochen zu befragen. Ich wollte herausfinden, was sich die Menschen vor Ort für das Freibad wünschen.

Wie haben die Hirschberger auf ihre Fragen reagiert?

Sehr positiv, das hat mich wirklich überrascht. Die Menschen waren total realistisch und hatten gute Vorschläge, die auch in meine Bachelor-Arbeit mit eingeflossen sind. Nach kurzer Zeit hatte sich herumgesprochen, dass ich mich mit dem Freibad beschäftige und die Menschen sind von alleine auf mich zugekommen, um Fragen zu beantworten.


Nun haben Sie ihre Bachelor-Arbeit mittlerweile abgeschlossen. Haben Sie mitbekommen, wie die Hirschberger darauf reagiert haben?

Ich habe vor dem Interview mal ein wenig gegoogelt und finde die neuen Ideen toll. Eine Parkanlage war auch eine mögliche Option, die ich im Kopf hatte.

Hat Sie das Feedback überrascht?

Schon, denn damit hatte ich natürlich gar nicht gerechnet. Ich bin stolz, dass ich mit meiner Bachelor-Arbeit die Augen öffnen und zu neuen Ideen beitragen konnte.

Sind Bachelor-Arbeiten wie Ihre generell eine gute Möglichkeit, um für leer stehende Gebäude oder brachliegende Gelände im Sauerland neue Konzepte zu entwickeln?

Für Studenten ist das super interessant. Wir bekommen die Möglichkeit, unsere Ideen und Einflüsse auch in der Praxis einzubringen. Und vielleicht denken wir ja auch in eine andere Richtung, als die Menschen vor Ort. Einfach, weil wir die Städte oder Ortsteile nicht so genau kennen, wie sie.

Was würde es Ihnen bedeuten, wenn aus dem Freibad tatsächlich ein Waldsee würde?

Das wäre für mich natürlich ein riesiger Erfolg. Und die Bestätigung dafür, dass man auch mit einer Bachelor-Arbeit einiges erreichen kann. Für mich ist es irgendwie immer noch unglaublich.

Folgen Sie der Westfalenpost Warstein auch auf Facebook.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik