Stadtplanung

Bäume am Rüthener Schulzentrum bleiben stehen

Mit einige Veränderungen gegenüber den ursprünglichen Plänen: Die Bushaltestellen am Schulzentrum Maximilian-Kolbe-Schule werden barrierefrei ausgebaut. Außerdem wird der Parkplatz umgestaltet und neu geordnet.

Mit einige Veränderungen gegenüber den ursprünglichen Plänen: Die Bushaltestellen am Schulzentrum Maximilian-Kolbe-Schule werden barrierefrei ausgebaut. Außerdem wird der Parkplatz umgestaltet und neu geordnet.

Foto: Armin Obalski

Rüthen.   Die Bushaltestellen am Rüthener Schulzentrum werden barrierefrei, der Parkplatz wird umgestaltet. Und jetzt können auch die Bäume stehen bleiben.

Der erste Vorschlag des von der Stadt mit dem barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen am Schulzentrum Maximilian-Kolbe-Schule beauftragten Planers stieß auf Widerstand. Das lag daran, dass im Zuge dieser Maßnahme auch der Parkplatz umgestaltet werden soll und dafür die stattlichen Bäume am Schlangenpfad gefällt werden sollten. Jetzt hat Bernd Helfmeier die im Mai präsentierten Pläne überarbeitet und die Kritikpunkte aufgegriffen. Die Bäume bleiben stehen. Einstimmig stimmte der Bauausschuss am Mittwochabend der neuen Vorlage zu.

Anregungen aufgenommen und eingearbeitet

„Die Anregungen sind aufgenommen und in die Pläne eingearbeitet worden“, erklärte Andreas Janning, bei der Stadt Rüthen für den Tiefbau zuständig, im Bauausschuss. Zwei Dinge waren dem Kreis Soest sowie den Kommunalpolitikern wichtig:


Der Kreis als Straßenverkehrsbehörde hatte darauf bestanden, dass der kombinierte Geh- und Radweg, wie er im westlichen Bereich mit dem Ausbau des Schlangenpfades angelegt wurde, so weiter geführt wird, dass die Fahrradfahrer nicht mit dem Busverkehr vor dem Schulzentrum in Berührung kommen. „Hier sieht der Kreis zu viel Konfliktpotenzial wegen der Kreuzung des Radverkehrs mit den Bussen“, erläuterte Janning im Ausschuss.

Radweg endet direkt auf dem Schulgelände

Die Lösung: Der Radweg zweigt bereits vor den Bushaltestellen Richtung Schulgebäude ab und verläuft hinter dem Trafohäuschen. Die radfahrenden Schüler erreichen so kreuzungsfrei den Schulhof und die Fahrradständer. Keinen Bedarf sieht der Kreis – anders als einige Kommunalpolitiker – dafür, den Radweg ab Schulzentrum fortzuführen. Annette Herbst-Köller, BG-Fraktionsvorsitzende und Lehrerin an der Privaten Sekundarschule, hätte sich dies ebenso gewünscht, wie Hans-Peter Oesterhoff (CDU). Dieser verwies auf den entstehenden Bewegungsparcours am angrenzenden Sportplatz.


Rodung von Grünstreifen ist vom Tisch

Die 20 bis 30 Jahre alten Bäume auf dem Parkplatz, der umgestaltet werden soll, weil der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen sowieso einen Eingriff in die bestehenden Asphaltflächen mit sich bringt, werden als Schattenspender erhalten. So hatten es sich die Politiker gewünscht. Ursprünglich war geplant, den Grünstreifen zum Schlangenpfad hin komplett zu roden, um dort den Radweg entlangzuführen und gleichzeitig die Zahl der Stellplätze in Summe nahezu konstant zu halten.

Das gelingt bei geringen Verlusten auch bei der jetzt geplanten Lösung: Den 61 vorhandenen Parkplätzen stehen 54 neue gegenüber. Dafür wird die Möglichkeit genutzt, zwischen den Bäumen fünf Parkplätze anzulegen, die direkt vom Schlangenpfad aus anzufahren sind. Dafür muss laut Planer nur der Bewuchs zwischen den Bäumen entfernt werden. Deren Wurzelwerk, nehme, anders als von Markus Dahlhoff (CDU) befürchtet, dabei keinen Schaden.

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