Leader-Projekt

Bäume fallen für Begegnungsprojekt in Hirschberg

„Hirschberg macht Platz“: Beginn der Rodungsarbeiten an der ehemaligen Grundschule Hirschberg.

„Hirschberg macht Platz“: Beginn der Rodungsarbeiten an der ehemaligen Grundschule Hirschberg.

Foto: Heidrich

Hirschberg.   Als erstes fallen ab Freitag die Bäume auf dem alten Schulhof in Hirschberg. Sie waren für die Umsetzung des Leader-Projektes nicht zu retten.

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Bislang war das Leader-Projekt in Hirschberg eher noch theoretischer Natur, am Wochenende wird „Hirschberg macht Platz für Gemeinschaft, Vielfalt und Gastfreundschaft“ auch vor Ort sichtbar. Als erstes fallen die Bäume auf dem Schulhof.

Das übernehmen freiwillige Fachleute aus Hirschberg, „dafür benötigt man einen Motorsägenschein“, erläutert Joachim Heidrich auf Nachfrage der WP. Weitere Helfer des Vereinsrings werden sich um das anfallende Geäst kümmern, Helfer der Köhlerwochen werden das Holz für den nächsten Meiler sichern, das Grün wird gehäckselt.

Tiefbau ab Ende März

Ebenfalls auf Eigenleistung von freiwilligen Helfern wird beim späteren Verbreitern der Mauerdurchbrüche sowie der Entfernung der „Platzmöblierung“ (Fahnenstangen, Blumenkübel und ähnliches) gesetzt. Das alles ist natürlich witterungsabhängig, vermutlich Ende März kann dann das zu beauftragende Tiefbauunternehmen tätig werden.

Die Bäume auf dem Schulhof, es handelt sich um acht Linden auf dem Nordschulhof sowie eine Dreiergruppe Nadelgehölze auf der Südseite, können nicht bleiben, ergaben Abstimmungsgespräche mit der Stadtverwaltung. Heidrich: „Grundsätzlich haben alle Beteiligten eine hohe Wertschätzung für vorhandene Bäume. Dennoch kann es Gründe geben, warum Bäume im Zuge einer Baumaßnahme gefällt werden müssen, auch wenn anschließend an gleicher Stelle neue gepflanzt werden.“

Das Problem: Es lässt sich kaum vermeiden, dass das Wurzelwerk, vor allem die Feinwurzeln, massiv beschädigt werden, wenn etwa für den Unterbau einer neuen Platzgestaltung die spätere Pflasterfläche bis zu 50 Zentimeter tief freigelegt werden muss. Die Wasseraufnahmefähigkeit der Bäume würde nachhaltig gestört, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ein Baum erkrankt und nach ein oder zwei Jahren abstirbt.

Heidrich: „Im Fall des Hirschberger Schulhofs ist nach fachlicher Einschätzung davon auszugehen, dass die Bäume auf dem Schulhofteil an der Kurfürstenstraße die notwendigen Ausschachtungsarbeiten nicht überstehen würden.

Pflanzlöcher zu klein

Die vorhandenen Pflanzlöcher im Asphalt sind so klein, dass die Linden keinen normalen Baumwuchs entwickeln konnten. Dies lässt sich daran ablesen, dass die Wurzeln unmittelbar unter dem Asphalt verlaufen und die Deckschicht bereits deutlich angehoben haben.“ Außerdem sei es teurer, einen abgestorbenen Baum aus einer neu gestalteten Fläche nachträglich zu entfernen oder zu ersetzen. Zudem ist es einfacher und preisgünstiger, ohne Hindernisse zu arbeiten.

Es wurde daher der Entschluss gefasst, die Bäume, die nach Hinweis auf einen zu sehr versiegelten Schulhof im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ gepflanzt wurden, vor Beginn der Bauarbeiten zu entfernen.

Nahe der Mauer sollen aber in den dann entsiegelten Bereichen Ersatzbäume gepflanzt werden, und zwar wieder Linden als typische Dorfbäume - allerdings eine andere Sorte ohne die lindentypischen Nachteile (etwa Honigtau). Nach der Maßnahme soll es insgesamt mehr Grün geben als vorher, die Pflanzflächen sollen möglichst standortgerecht hergestellt und in Patenschaft gepflegt werden.

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