Politik

Bauland-Politik beschäftigt Rüthens CDU

Sehen die Entwicklung Rüthens durchweg positiv (von links): Ewald Wenge, Antonius Krane, Beatrix Krüper, Sven Rehborn und Jürgen Steinmetz beim CDU-Sommergespräch in der Historischen Ratsschänke.

Sehen die Entwicklung Rüthens durchweg positiv (von links): Ewald Wenge, Antonius Krane, Beatrix Krüper, Sven Rehborn und Jürgen Steinmetz beim CDU-Sommergespräch in der Historischen Ratsschänke.

Rüthen.   Was tun, wenn die Baugrundstücke knapp werden? Rüthens CDU setzt darauf, Flächen in den Ortslagen neu zu nutzen.

Nicht jeder möchte auf der grünen Wiese bauen, mancher lieber mitten im Ort. Diesen Gedanken greift die CDU-Fraktion auf. Sie kann sich in Einzelfällen auch den Ankauf lange leer stehender Immobilien durch die Stadt vorstellen, um neue Bauplätze und damit neues Leben zu schaffen. Wir trafen uns mit Fraktionsvorsitzendem Antonius Krane, Beatrix Krüper, Ewald Wenge, Sven Rehborn und Jürgen Steinmetz zum Sommergespräch.

Das läuft gut

Bibertal: Ausnahmslos positiv sieht die CDU die anstehenden Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung: „Vorzeigeprojekt“ (Wenge), „runde Sache“ (Krane). „Das sind nicht irgendwelche teuren Utopien, die keiner will“, lobt der Fraktionsvorsitzende die Pläne, in denen die Natur die Hauptrolle spielt. Eines aber hätte nach CDU-Meinung keinesfalls ins Bibertal gepasst: Die Play-Fit-Geräte, die der TSV nun am Sportzentrum Schlangenpfad aufstellen wird. „Hier kann sie der Sportverein ebenso wie die Schulen in seine Angebote einbinden“, so Krane.

Stadtmauer: Sie und der Erlebniswanderweg sind Anziehungspunkte nicht nur für Einheimische. In Konsequenz steht die CDU der angelaufenen Ausbesserung der Wege und einer punktuellen Beleuchtung „wenn Geld da ist“ ( Wenge) durchweg positiv gegenüber.

Verkehr: Große Hoffnungen setzen die Christdemokraten in den Bau der beiden Kreisverkehre in der Kernstadt. „Wir hoffen, dass sie, weil die Mitte nicht überfahrbar ist, den Schwerlastverkehr ausbremsen“, wünscht sich Sven Rehborn. Die Hachtorstraße sei „optisch sehr gut geworden“, findet Krane. Auch wenn es Probleme mit dem Parken gebe, sei es verkehrt, von Planungsfehlern zu sprechen. „Vieles stellt sich erst in der Praxis heraus.“ Zudem arbeite die Stadt an einem Konzept, damit Autos nicht weiter über die Gehwege fahren.

Schulen und Kindergärten: Hier sehen die Christdemokraten Rüthen gut aufgestellt. Dem Bau eines weiteren Kindergartens (von der SPD gefordert) erteilen sie eine Absage – auch wenn etwa in Westereiden fünf Kinder keinen Platz bekommen haben. „Den Bedarf im Bestand decken“, formuliert Rehborn als CDU-Ziel.

Hier gibt es zu tun

E-Mobilität: Das kaum Fahrräder an der Ladestation am Haus Buuck auftanken, hat Ewald Wenge festgestellt. Nur: „Das Angebot muss sich erst herumsprechen.“ Dem SPD-Vorschlag, auch Ladepunkte für Elektroautos einzurichten, steht die CDU positiv gegenüber. Standpunkte: Möglichst auf Plätzen, zu denen das Parkleitsystem führt. Vorteil: Die Schilder könnten einfach um den entsprechenden Hinweis ergänzt werden.

Bauplätze: Ausgewiesen als Bauland sind viele Grundstücke, die jedoch nur als Gärten genutzt werden. Rehborn hält daher eine Überprüfung und gegebenenfalls Rücknahme der Bebauungspläne für sinnvoll. Auch sei zu überlegen, wie es gelingen könnte, solche Grundstücke in städtische Hand zu bekommen. Gleiches hält Krane trotz der begrenzten finanziellen Mittel der Stadt für nützlich, wenn es um abgängige Gebäude oder leer stehende Hofstellen geht. „Wenn man die abreißt, hat man drei, vier Bauplätze.“

Einzelhandel: „In leer stehende Ladenlokale in der Innenstadt wird nichts mehr reinkommen, da muss man realistisch sein“, findet Rehborn und plädiert für eine Umnutzung zu Wohnungen. Alles müsse man daran setzen, dass der Aldi-Markt erhalten bleibe. „Solche Angebote sind das A und O, das Leute bewegt, hierher zu ziehen oder hier zu bleiben“, so Rehborn.

Energiekonzept: In der Vermarktung von Strom und Gas sieht die CDU kein Potenzial, wohl aber in der Übernahme der Netze mit einem starken Partner, wie Krane betont. Doch gehe man die nach der Sommerpause anstehenden Beratungen ganz ergebnisoffen an.

Das Fazit

Mit dem Slogan „liebenswert lebendig“ wirbt die Stadt für sich. „Das trifft richtig zu“, findet Beatrix Krüper mit Blick auf die aktuelle Lage in der Stadt. Dazu zählt die CDU auch die Entwicklung in der Gastronomie mit Wiedereröffnung der Ratsschänke, Neueröffnung der „AusZeit“ am Markt, Ausbau von Bibertal-Café und Erweiterung des Biergartens an der Gaststätte „Zum Hexenturm“.

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