Bei Bürgergemeinschaft geben jetzt die Frauen den Ton an

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Rüthen. Nach 17 Jahren gibt Franz-Josef Dohle den Fraktionsvorsitz bei der Bürgergemeinschaft (BG) ab. Als Nachfolgerin wählte die Fraktion einstimmig die bisherige Stellvertreterin Annette Herbst-Köller.

Es sei „schon ein komisches Gefühl“, eröffnete Dohle eine Pressekonferenz, um die Personalveränderung an der Fraktionsspitze mitzuteilen. Immerhin: Der 63-Jährige bleibt der Fraktion ansonsten erhalten, damit diese von seiner nunmehr 27-jährigen Erfahrung im Rat weiter profitieren kann.

„17 Jahre ist lange genug“, begründet der Kallenhardter seine Entscheidung, die schon vor einiger Zeit gefallen sei. Die BG habe ein gutes Team. „Wenn man so etwas hat, muss man die Leine ziehen.“

Annette Herbst-Köller (50) konnte bereits im Rat und auch als Vorsitzende des Bauausschusses Erfahrungen sammeln. „Sie ist damit absolut qualifiziert für den Fraktionsvorsitz“, ist Franz-Josef Dohle überzeugt. Er selbst bleibt aber Vorsitzender des Vereins: „Es ist auch gut, wenn wieder beides getrennt ist.“

Nicht stets das Rad neu erfinden

Herbst-Köller kündigte im Pressegespräch an, den gewohnten Stil der BG weiter zu fahren, wobei „Offenheit, Transparenz und eine sparsame Haushaltsführung“ im Mittelpunkt stehen. Man werde dabei nicht nur eigene Ideen entwickeln, sondern auch anderswo erfolgreiche Projekte versuchen, in Rüthen umzusetzen, denn: „Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden.“

Annette Herbst-Köller ist seit 2004 im Rat, zunächst galt es den Spagat als Mutter und Politikerin zu überwinden. „Mama macht wieder Politik“, habe der Nachwuchs damals gemeint; das sei heute nicht mehr so problematisch. Im Gegenteil: „Wir sind in vielen Vereinen aktiv, man hört und sieht viel.“ Das gilt auch für Susanne Dönneweg (54), die neue Stellvertreterin ist. Die BG Rüthen hat damit die einzige rein weibliche Fraktionsspitze kreisweit. Dönnecke: „Wir haben einen anderen Blickwinkel, weil die Kinder noch in der Schule sind.“ Das sieht auch Franz-Josef Dohle so: Das Thema Schule und Bildung sei durch die Frauen im Team verstärkt berücksichtigt worden.

Und nun? Dönnecke: „Wir sind neugierig, auf das, was auf uns zukommt.“

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