Kirche

Beide Pfarrer in Warstein und Belecke wagen den Neuanfang

Thomas Wulf wird auch Abschied nehmen von der Alten Kirche.

Foto: Wolfgang Heppekausen

Thomas Wulf wird auch Abschied nehmen von der Alten Kirche. Foto: Wolfgang Heppekausen

Warstein/Belecke.   Die Pfarrer Thomas Wulf und Markus Gudermann nehmen im Sommer Abschied von ihren Gemeinden. Hintergrund ist eine Umstrukturierung im Erzbistum.

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Überraschendes Stühlerücken in der katholischen Kirche: Wie am Wochenende bekannt wurde, verlässt Dechant Thomas Wulf zum 1. August die Pfarrstelle der St.-Pankratius-Gemeinde und den Pastoralverbund Warstein. Er wechselt in die St.-Nikolaus-Gemeinde nach Lippstadt. Seine bisherige Stelle übernimmt Pfarrer Markus Gudermann, der bislang den Pastoralverbund Möhnetal mit Sitz in Belecke geleitet hat.

Die Personalwechsel stehen vor dem Hintergrund, dass die beiden Pastoralverbunde im Stadtgebiet bis 2019 im Rahmen einer Umstrukturierung im Erzbistum Paderborn zu einem gemeinsamen Pastoralen Raum fusionieren sollen. Wer den neuen Verbund leiten wird, blieb bisher offen, weil sich im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden die Frage in Warstein nicht durch die Pensionierung eines der bisherigen Pastoralverbundsleiter lösen ließ.

Pastorenstelle in Belecke wird ausgeschrieben

Nun steht fest: Markus Gudermann wird als neuer Pfarrer in St. Pankratius Warstein im Sommer zunächst Leiter der beiden Pastoralverbunde Warstein und Möhnetal. In zwei Jahren soll er dann die Leitung des neuen Pastoralen Raums übernehmen. Die Pastorenstelle in St. Pankratius Belecke wird dennoch neu ausgeschrieben.

Zehn Jahre lang war Thomas Wulf, der 1997 zum Priester geweiht wurde und aus Höxter stammt, in Warstein tätig. Seinen Posten als Dechant des Dekanats Lippstadt-Rüthen, den er 2011 übernommen hat, wird Wulf behalten.

„Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, weil ich ein wunderbares Team, vier tolle Gemeinden und viele sehr kostbare Menschen zurücklassen werde“, erklärte der 49-Jährige.

Doch habe er sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den Herausforderungen, die mit der Schaffung des Pastoralen Raums einhergehen, beschäftigt: „Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es mir nur schwer gelingen würde, die nötige kreative Energie für die Gestaltung des Pastoralen Raumes Warstein aufzubringen.“

Wechsel nach Lippstadt mit viel Wehmut verbunden

Der Wechsel wurde beschleunigt, weil Pfarrer Gerd Blome in Lippstadt zum 1. August in den Ruhestand gehen wird. Wulf wird damit künftig den ebenfalls neu zu schaffenden Pastoralen Raum Lippstadt leiten, der sich aus den bisherigen Pastoralverbunden Lippstadt Nord, Lippstadt Mitte, Lippstadt Süd-West sowie Esbeck-Hörste-Böckenförde zusammensetzt.

In seiner Erklärung betont Thomas Wulf, dass er sich auf sein neues Aufgabenfeld freue, ihm der Abschied aus Warstein aber schwer falle. „Diese Tage sind für mich ein Wechselbad der Gefühle“, teilt er mit, „ich habe mich in den vergangenen zehn Jahren in Warstein in der Rolle des Pastors und Pfarrers sehr wohl gefühlt.“

Zusammenarbeit in neuem Pastoralen Raum fördern

Ähnlich beschreibt Markus Gudermann, der aus Sundern stammt und die Pfarrstelle in Belecke im Jahr 2006 übernahm, seine Gefühlslage. „Für mich bedeutet das, noch einmal einen Neuanfang mit manchen Herausforderungen zu wagen“, sagte der 50-Jährige auf der Jahreshauptversammlung der kfd Belecke am Samstag.

„Natürlich habe ich den Vorteil, dass ich in den elf Jahren, die ich nun schon hier lebe, nicht nur Belecke und das Möhnetal erlebt habe, sondern wir als Kirche innerhalb der Stadtgrenzen bereits seit langem in gutem und fruchtbarem Austausch standen.“

Die Förderung der Zusammenarbeit auf allen Ebenen des künftigen Pastoralen Raums werde ein Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit sein.

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