Umzug

Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder zieht um

Die Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder, ist ab August in der Caritas Sozialstation beheimatet. Die Energiekosten seien im Neubau in Belecke um einiges günstiger.

Foto: Tanja Frohne

Die Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder, ist ab August in der Caritas Sozialstation beheimatet. Die Energiekosten seien im Neubau in Belecke um einiges günstiger. Foto: Tanja Frohne

Warstein/Belecke.   Die Beratungsstelle findet in der Caritas-Sozialstation eine neue Heimat. Beim Förderverein der BEJuKi Warstein sorgt das allerdings für Unmut.

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Die Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder (BEJuKi) zieht Anfang August von Warstein nach Belecke. Wie Lutz Gmel, Vorsitzender des Caritasverbands Kreis Soest, gestern gegenüber der WESTFALENPOST bestätigte, wird die Beratungsstelle im Obergeschoss der Caritas-Sozialstation am Horkamp eine neue Heimat finden.

Das moderne Gebäude biete einige Vorteile gegenüber dem jetzigen Standort in einer fast 100 Jahre alten Villa an der Wäster, ist Lutz Gmel überzeugt. „Wir müssten viel Geld investieren, um eine zeitgemäße Telefon- und Internetverbindung zu schaffen“, erklärt er. Außerdem seien die Energiekosten in dem erst 2014 entstandenen Neubau in Belecke deutlich geringer.

Beratungsangebote bei der Tagespflege

In der Sozialstation hofft der Vorsitzende auf Synergieeffekte. Die BEJuKi könne die bestehende Infrastruktur mitnutzen. Außerdem stünden ab 16 Uhr auch die Räume der Tagespflege „Atempause“ im Erdgeschoss für Beratungsangebote zur Verfügung.

Für Unmut sorgen die Umzugspläne beim Förderverein der BEJuKi Warstein. Die Vorstandsmitglieder Heiner Biermann, Klemens Spanke, Magret Happe und Marita Ahle erheben in einem Brief Vorwürfe gegen den Kreisverband: „Dass mit der Verkleinerung des Raumangebotes ein Verlust an Arbeitsmöglichkeiten beraterischer, therapeutischer und präventiver Art einher geht, ist dem Vorstand des Caritasverbandes anscheinend nicht aufgefallen – oder sogar gleichgültig?“

Vorstand wundert sich über Kritik

Außerdem sorgt sich der Förderverein um die Anonymität der Ratsuchenden. Außenstehende dürften nicht einmal erfahren, dass eine Beratung in Anspruch genommen wird, erklären sie. „Wie soll das gehen, wenn Pflegekräfte, Verwaltungsmitarbeiter, Patienten, Angehörige, Besucher denselben Eingang benutzen?“

Lutz Gmel wundert sich über die Kritik. Seit März wüsste der Förderverein von den Umzugsplänen, zuletzt habe es im Mai eine Besprechung mit aus seiner Sicht positivem Ausgang gegeben. Insbesondere die Anonymität sei sogar stärker gewahrt als bisher, erklärt der Kreisvorsitzende: „Wenn mehr Nutzer das Gebäude betreten, fallen die Ratsuchenden weniger auf.“

Dass der Förderverein den offenen Brief an verschiedene Stellen schicke, die Caritas selbst aber nicht zu den Adressaten gehöre, verwundert Lutz Gmel. „Wenn man nach langer Zeit umzieht, ist das natürlich eine Umstellung“, endet er versöhnlich. „Aus unserer Sicht ist das neue Gebäude aber eine Verbesserung.“

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