SKG-Kappensitzung

Björn und Janine aus dem Hause Aust in Suttrop prokamliert

Ein buntes Programm mit Show und Tanz wird zu Ehren des neuen Prinzenpaares Björn I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Janine, beide aus dem Hause Aust, geboten.

Ein buntes Programm mit Show und Tanz wird zu Ehren des neuen Prinzenpaares Björn I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Janine, beide aus dem Hause Aust, geboten.

Foto: Tanja Frohne

Suttrop.  Neues Prinzenpaar bei der SKG. Warum damit gleich zwei Fußballvereine auf dem Thron vertreten werden.

Freude und Wehmut liegen auch im Karneval nah beieinander. Während die Kappensitzung der Suttroper Karnevalsgesellschaft für das neue Prinzenpaar Björn I. und ihre Lieblichkeit Janine I. aus dem Hause Aust ein freudiges Ereignis war – wurden sie doch warmherzig in der Halle empfangen – machte sich in der närrischen Gemeinde Traurigkeit breit, als es Abschied nehmen hieß von einem echten Vollblut-Karnevalisten: Für SKG-Präsident Carsten Bittner war es die letzte Sitzung in diesem Amt.

Die Inthronisation

Zunächst jedoch standen die Nachfolger des scheidenden Prinzenpaares Jens und Karen Bittner im Mittelpunkt des Geschehens. Als Björn und Janine Aust auf die Bühne traten, tobte die Halle.

Der Prinz, der seinen Regierungssitz an der Kreisstraße aufgeschlagen hat, ist als Präsident der Blau-Weißen Diamanten und als „Meister der Münze“ im Schützenverein bekannt, während seine Prinzessin für den FC Bayern München schwärmt und bei den Närrischen Dickköppen aktiv ist. Prinz Björn I. ist 38 Jahre alt, Janine 33 Jahre. Mit zur prinzlichen Familie gehören zwei Kinder.

Das Programm

Prinz Björn I. machte nicht viele Worte, wollte viel mehr das vielfältige Programm genießen, zu dem auch zwei echte Bütten-Asse beitrugen. Ein alter Hase in der Bütt ist Günther Risse, der nach 15 Jahren der Bühne adé sagte, ein letztes Mal als Reisender begeisterte. „Ich würde mal gerne dahin fahren, wo mein Gepäck schon überall war“, meinte Risse. Schließlich heiße es nicht umsonst am Flughafen: Geben Sie ihr Gepäck auf.

Über sein Erziehungsjahr berichtete ein Neuling in der Bütt: Franz Wichtig, alias Kuno Bültmann, dessen Frau sich eine Auszeit gönnte und sich selbst auf Mallorca suchte. „Ich hoff’, dass sie noch lange spinnt und sich so schnell nicht wiederfind“, reimte Bültmann.

Schautänze werden Mottos gerecht

Dass ein Jahr als Hausmann nicht nur Freude und Däumchen drehen bedeutet, hätte er gewusst, wenn er einen Blick in die Karten geworfen hätte. Das tat die Aktivengarde der SKG, die „Magic of Tarot“ auf die Bühne brachte, die nicht nur mit einem ausgefeilten Tanz, sondern auch mit aufwändig gestalteten Kostümen begeisterte. Neben Sonne und Narr erschienen auch Tod und Teufel.

Teuflisch gut war auch der Schautanz der Jugendgarde, die nach Schottland reiste, das Seeungeheuer am Loch Ness, die Highland Games und die Queen besuchte. Auch einen Blick unter den Schottenrock wagten die Tänzerinnen.

Ulkkapelle in gestreiften Badeanzügen

In einem solchen könnte man sicherlich nicht Baden gehen, daher hatte sich die Ulkkapelle auch lieber in gestreifte Badeanzüge gewandet, entführte ins Suttroper Hallenbad, aber auch tief ins Meer zu Arielle, der Meerjungfrau.

War ihr Beitrag sehr farbenfroh, so wurde es bei den Dorfzicken schwarz-weiß, tanzten sie doch als Zickentheater Black & White nicht nur zu Karnevalsliedern.

Ebenfalls tänzerisches Können bewiesen die SKG-Juniorengarde mit ihrem Gardetanz und Mariechen Lotti Nolde, die eine sehr erfolgreiche zweite Session (fast) hinter sich gebracht hat. Zum tänzerischen Programm trug außerdem die Prinzengarde des Jungkolping mit ihrem Tanzpaar Lina Schulte und Marco Hesse bei.

Saal kocht bei Stic Tac Toe

Ein zündender Auftritt, ebenso wie der des SKG-Jugendelferrates, der als Red Man Group mit harten Beats und tiefen Bässen eine atemberaubende Show boten. Den Saal zum Kochen brachten auch Stic Tac Toe, die zum Finale fetzige und rockige Lieder von „I’m blue“ bis „Scatman“ ebenso live präsentierten wie Karnevalslieder.

Solche, allerdings in neuem Gewand, präsentierten auch „Dai echte Dickkopps“, die eigentlich 2015 von der Bühne abgetreten waren, sich aber zum Abschied ihres Präsidenten noch einmal zusammenfanden.

Der Abschied

Für Carsten Bittner war es die letzte Kappensitzung im Amt des Präsidenten. Für sein langjähriges Engagement – Bittner war ab 1997 im Elferrat, seit 2001 dann im Vorstand, an dessen Spitze er seit 2010 als Präsident stand – dankte ihm Vize-Präsident Ralf Bittner. „Du hast bei der Prinzenbetreuung neue Standards gesetzt und dich dafür eingesetzt, dass die Jungs aus dem Dorf an den Karneval herangeführt werden.“ Auf sein Betreiben hin wurden der Jugendelferrat und die Prinzengarde gegründet, deren erste Trainerin seine Ehefrau Diana war.

Für seine Verdienste wurde Bittner mit dem Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval in Silber ausgezeichnet. „Seine“ SKG machte ihn außerdem unter donnernden Applaus zum Ehren-Präsidenten. „Ihr seid verrückt“, dankte Bittner sichtlich gerührt. „Danke für die geile Zeit bei der SKG.“

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