Leselust

Bücherei Rüthen zeichnet elf neue Lesehelden aus

Stolze Lesehelden: Elf Jungen aus dem Kindergarten St. Josef, die 2018 eingeschult werden, erhalten ihre Urkunden. Mit ihnen freuen sich (von links) Annette Dusny, Klaus-Dieter Hötte, Heike Domes, Leon Löseke und Brigitte Lieske.

Foto: Armin Obalski

Stolze Lesehelden: Elf Jungen aus dem Kindergarten St. Josef, die 2018 eingeschult werden, erhalten ihre Urkunden. Mit ihnen freuen sich (von links) Annette Dusny, Klaus-Dieter Hötte, Heike Domes, Leon Löseke und Brigitte Lieske. Foto: Armin Obalski

Rüthen.   Mit der Aktion Leseheld will die Bücherei in Rüthen Jungen für das Lesen begeistern, auch wenn sie noch nicht selbst lesen können.

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Elf kleine Lesehelden gibt es seit Mittwoch in Rüthen. Es handelt sich um die Jungen unter den Kindern des Kindergartens St. Josef, die im kommenden Jahr eingeschult wurden. Das sie Helden sind, bekamen sie zum Abschluss der Aktion, die die Katholischen Öffentliche Bücherei zum vierten Mal organisierte, schriftlich in Form einer Urkunde. Überreicht wurden sie von Team-Sprecherin Annette Dusny beim Abschlussfest am Waldschiff.

Vorleser Klaus-Dieter Hötte gibt Eltern ein Beispiel

Die Aktion hat zwei Ziele: Jungen, die gemeinhin als etwas lesefaul gelten, soll die Freude am Lesen vermittelt werden. Da in diesem Alter nur die wenigsten selbst schon lesen können, ist Zuhören gefragt, wenn ihnen etwas vorgelesen wird. Hier kommt Leseheld Klaus-Dieter Hötte ins Spiel, der nun schon für Gruppen aus fast allen Rüthener Kindergärten diese Rolle übernommen hat. Er gibt aber nur ein Beispiel: In der Folge, so seine Hoffnung, wie auch die des Büchereiteams, soll das Vorlesen durch die Eltern zu einem festen Ritual werden. „Das kommt leider heute in vielen Familien zu kurz“, bedauert der Ober-Leseheld. Bei seinen eigenen Kindern sei es dagegen Usus gewesen.

Bei den fünf Treffen der Aktion hatte Hötte die Rolle des Vorlesers übernommen. Doch es blieb nicht bei literarischen Erlebnissen. Als Ranger und Förster verbindet er diese stets mit Naturerlebnissen. Zwei Mal war er daher mit den Jungs rund um das Waldschiff im Bibertal, einmal im Warsteiner Wildpark unterwegs. Beim ersten Treffen konnten sie die Bücherei kennen lernen.

Aktion aus Sicht aller Beteiligten ein Erfolg

Aus Sicht aller Beteiligten war die Aktion ein Erfolg. „Die Kinder haben sich nach jedem Treffen ein Buch ausgeliehen und haben es auch zu Hause vorgelesen bekommen“, berichtet Cornelia Galler, Erzieherin im Josefskindergarten. Die Verbindung mit den Naturerlebnissen nennt sie „eine schöne Sache“. Klaus-Dieter Hötte findet, dass es gelungen sei, die Kinder an das Lesen heranzuführen. Nebeneffekt: „Über die Kinder kommt man an die Eltern.“ Auf diesem Weg gewinnt die Bücherei auch neue Kunden – wobei die Ausleihe kostenlos ist. Brigitte Lieske vom Büchereiteam spricht aus Erfahrung: „Einige der Kinder sieht man anschließend in der Bücherei wieder, von anderen sind die Eltern sowieso schon Nutzer.“

Dauerauftrag für den Lesehelden

Bei dieser positiven Bilanz ist es für Annette Dusny keine Frage, dass es auch im kommenden Jahr eine Leseheld-Aktion geben wird. Dann möglicherweise mit dem Marienkindergarten. Einen Dauerauftrag als Leseheld hat sie Klaus-Dieter Hötte am Mittwoch bereits erteilt. Davon, was er sowie das dreiköpfige Büchereiteam, neben Dusny und Lieske war Heike Domes stets mit dabei, bei den fünf Treffen auf die Beine gestellt hatten, überzeugten sich beim Abschlussfest Eltern und Großmütter der neuen Lesehelden. Diese wird neben der Urkunde ein Fotobuch sowie ein von jedem aus Naturmaterial erstellter Wald im Schuhkarton an die Aktion erinnern.

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