Straßensanierung

Bürgermeister entschuldigt sich bei überrumpelten Allagenern

In der Dorfstraße in Allagen soll die Straßendecke saniert werden. Informationen über das Projekt seien nur verhalten zu den Bürgern gedrungen.

Foto: Köhler, Elke

In der Dorfstraße in Allagen soll die Straßendecke saniert werden. Informationen über das Projekt seien nur verhalten zu den Bürgern gedrungen. Foto: Köhler, Elke

Allagen.   Beitrag bei Facebook geht viral: Allagener fühlen sich von der Baustelle auf der Dorfstraße überrumpelt. Wir erklären, was jetzt gemacht wird.

Der Bürgermeister entschuldigt sich. Ein Beitrag aus Allagen war in dem sozialen Netzwerk Facebook viral gegangen. Dabei ging es um gerüchteweise Vollsperrungen und Parkverbote während der Baumaßnahmen auf der Dorfstraße in Allagen (wir berichteten), von denen die Gewerbetreibenden und Anwohner nichts gewusst hätten.

Die Anlieger

Jürgen Ferber nennt es „Hick Hack“. Er betreibt den City Point in Allagen und machte sich im Netz Luft: „Die Stadt hat es schlicht versäumt, die Anlieger und vor Allem die Geschäftsleute über das genaue Vorhaben zu informieren.“ Angeblich seien die Bürgerinnen und Bürger von den plötzlich auftauchenden Parkverbotsschildern überrumpelt worden, wie Jürgen Ferber gegenüber der WESTFALENPOST bestätigt.

Viel schlimmer für die Allagener sei allerdings die angebliche Vollsperrung der Dorfstraße: „Die sollte am 31. August für zwei Tage voll gesperrt werden. An diesem Tag findet aber die Einschulung in unserer Grundschule statt. Wenn die Stadt Warstein mal die Anwohner gefragt hätte, dann hätte man dieses Durcheinander und die vielen Gerüchte dazu in der Stadt vermeiden können“, so Jürgen Ferber weiter. In seinem Frust wendet er sich an Ortsvorsteher Gerald Wege.

Der Ortsvorsteher

„Bei der Stadt wurden die Baumaßnahmen geplant, es wurde allerdings vergessen, die Bewohner mit einzubeziehen“, sagt Gerald Wege, Allagener Ortsvorsteher, auf Nachfrage der WP. Nachdem Jürgen Ferber ihn kontaktiert hatte, geht er direkt zur Stadt. Die Krux: Eine Vollsperrung sei nie geplant und nur ein Gerücht gewesen. Trotzdem sagt Gerald Wege: „Das ist nicht gut gelaufen. Man muss Gewerbetreibenden früh genug Bescheid geben.“ Er sieht die Situation aber entspannt und fügt hinzu: „Eventuell haben manche Allagener aber auch die Zeitung nicht richtig gelesen, denn da wurde die Baustelle schon angekündigt – mehr oder weniger groß.“

Der Bürgermeister

Bürgermeister Thomas Schöne fährt am Donnerstagmorgen zu Jürgen Ferber in den City Point – und entschuldigt sich. „Wir müssen in der Kommunikation besser werden und verschiedene Schritte beachten. Aushänge anfertigen und die Anwohner einbeziehen“, sagt Thomas Schöne gegenüber der WESTFALENPOST. „Besonders, um Gerüchtebildung zu vermeiden.“ Jürgen Ferber begeistert: „Ich habe ja nur weitergegeben, was die Leute mir gesagt haben. Dass der Bürgermeister sich entschuldigt, finde ich toll.“

Was passiert denn jetzt?

Wann? In der Woche vom 21. bis 25. August.
Wo? Auf der Dorfstraße von der Möhnebrücke bis oberhalb der Einmündung „Eilmecke“.
Was? In der übernächsten Woche wird, sofern das Wetter mitspielt, im Tagesverlauf mit dem Aufziehen der zweilagigen Deckschicht begonnen.
Und die Sperrungen? Der Einbau wird unter halbseitiger Sperrung der Fahrbahn durchgeführt. Johannes Hellermann, zuständig für den Straßenbau, erklärt auf Nachfrage der WP: „Diese Bauweise ist ein Spezialverfahren und hat den Vorteil, dass die neue Deckschicht in Form einer wandernden Baustelle zügig eingebaut wird und nach kurzer Zeit wieder nutzbar ist.“ Anlieger werden gebeten, für die Zeit des Einbaus den Baustellenbereich zu umfahren.
Darf ich dort parken? Am Fahrbanrand ist das Parken während der Baumaßnahmen nicht möglich.

An welchem Tag die Arbeiten genau beginnen, wird in der kommenden Woche bekanntgegeben.

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