Ehrenamt

Caritas-Arbeit in Rüthen wird zunehmend schwieriger

Gemischte Bilanz: Der Vorstand der Caritas-Konferenz Rüthen stellt eine rückläufige Resonanz auf das breit aufgestellte Angebot fest.

Foto: Rilana Teipel

Gemischte Bilanz: Der Vorstand der Caritas-Konferenz Rüthen stellt eine rückläufige Resonanz auf das breit aufgestellte Angebot fest. Foto: Rilana Teipel

Rüthen.   Nicht alle Angebote werden so gut genutzt wie der Mittagstisch für Senioren. Beratungsangebot aufgrund des Mangels an Mandanten eingestellt.

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Das Ehrenamt ist kein leichtes Amt. Das musste auch die Rüthener Caritas-Konferenz in den vergangenen Monaten erfahren. Obwohl die Angebote dank Tafel, Möbellager, Hospizarbeit und Seniorennachmittagen noch immer vielfältig sind, so sinkt in manchen Bereichen offenbar der Bedarf der Rüthener Bevölkerung. Insgesamt, so die Bilanz bei der Jahreshauptversammlung sind Angebot und Nutzung rückläufig.

Das machte sich im vergangenen Jahr auch bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen bemerkbar, von denen insgesamt 21 durch den Wegfall der Betreuung der Kleiderkammer in der zentralen Unterbringungseinrichtung sowie aus Altersgründen ausschieden.

Aufgrund des Mangels an Mandanten wurde das durch die Caritas finanzierte Angebot Rat und Hilfe kürzlich eingestellt. „Wir zählten zum Schluss nur noch drei Mandanten“, stellte Vorstandsmitglied Christa Mertens mit Bedauern fest.

Möbellager

Selbige Probleme beklagten auch die Helferinnen und Helfer des Möbellagers: „Der Umsatz ist stark zurückgegangen“, so Veronika Kura. Dies sei zum einen den Internet-Plattformen geschuldet, aber auch die Kunden seien zunehmend anspruchsvoller, wie sie erklärte: „Die meisten Kunden verlangen neue Möbel zu günstigen Preisen, das wird immer schwieriger“.

Hospizkreis

Ungewissheit herrscht auch im Hinblick auf den Hospizkreis, dessen Einsätze im vergangenen Jahr von 13 auf 9 gesunken sind. „Davon waren allein 8 Einsätze im Pflegezentrum“, betonte Elisabeth Schäfer aus dem Vorstandsteam, die nach der Neustrukturierung des örtlichen Heims in

eine ungewisse Zukunft blickt. Dabei stehen die Ehrenamtlichen nicht nur Schwerkranken und Sterbenden zur Seite, auch für die Angehörigen leisten sie oftmals Begleitung und Beistand.

Angebote für Senioren

Erfreuliche Nachrichten hatte dagegen Monika Arens über die Arbeitsgruppe „Mahl + Zeit“ zu verkünden: So wird das gemeinsame Mittagessen, das zwei Mal wöchentlich von den Helferinnen für alleinstehende ältere Menschen im Haus Buuck angeboten wird, nach wie vor sehr gut angenommen. „Es ist immer etwas los“, freute sich Arens über die große Nachfrage.

Diese herrscht derweil auch wieder beim Seniorennachmittag, der Rüthens ältere Generation donnerstags zum Spielen und Singen ins örtliche Pfarrheim einlädt. „Das läuft wunderbar“, betonte Uschi Gottwald. Das würde sich auch Ingrid Spurzem für das Café Solo wünschen. „Nur acht Teilnehmer kommen regelmäßig“, beklagte sie über die gemeinsame sonntägliche Kaffeerunde für alleinstehende Menschen in Heidis Kaffeestübchen.

Doch die regelmäßigen Arbeitsgruppen repräsentieren längst nicht alle Angebote, die von der Caritas den Rüthenern unterbreitet werden. So erwies sich auch die Aktion „Urlaub ohne Koffer“ ebenso wie ein Ausflug zur Landesgartenschau und die Teilnahme am Rüthener Weihnachtsmarkt als voller Erfolg.

Und auch im aktuellen Jahr lässt die Rüthener Caritas keinen Raum für Langeweile: So ist vom 13. bis zum 15. Juli gemeinsam mit der Caritas des Kreises Soest ein Ausflug nach Trier geplant, bei dem unter anderem eine Schiffsfahrt, eine Stadtrundfahrt sowie eine Klosterbesichtigung angesetzt sind.

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