Internetausbau

Datenautobahn in Warstein: Kritik an Baufirma reißt nicht ab

Baustelle für die Datenautobahn entlang der Belecker Landstraße im April: Die Kritik an der Baufirma reißt nicht ab.

Baustelle für die Datenautobahn entlang der Belecker Landstraße im April: Die Kritik an der Baufirma reißt nicht ab.

Foto: Sebastian Hahn

Warstein.   Die Stadt Warstein fürchtet, dass der „miserable“ Bau der Datenautobahn Folgeschäden haben könnte – und nimmt die Baufirma in die Pflicht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Ärger mit der Baufirma, die in den vergangenen Wochen Kabel für schnelles Internet im Warsteiner Stadtgebiet verlegt hat, ist fast ausgestanden. Die Stadt verpflichtete das Telekommunikationsunternehmen Gasline, in dessen Auftrag die Daten-Autobahn gebaut wird, jetzt zu Kautionszahlungen und einer Haftungsübertragung. Denn die Verwaltung befürchtet, dass der unsachgemäße Einbau der Leitungen noch Folgeschäden verursachen könnte.

„Sie haben ganz einfach miserabel gearbeitet“, bewerteten die Mitarbeiter der Verwaltung die Leistungen des beauftragten Subunternehmens am Dienstag Abend im Bauausschuss eindeutig. Unter anderem seien die Mindesttiefen nicht eingehalten worden – offenbar wegen Problemen mit dem felsigen Untergrund. Die Stadt fürchtet nun, dass das zu Schäden an den übrigen Versorgungsleitungen führen könne.

Vier Mal Baustopp erteilt

Gleich vier Mal wurde der Baufirma untersagt, weiterzuarbeiten, bis die Mängel behoben wurden. Zeitweise sei der Straßen- und Wegeaufseher des Betriebshofs nur noch damit beschäftigt gewesen, die Baustellen für die Daten-Autobahn zu überwachen. Mit den nun unterzeichneten Verträgen seien „die größten Risiken abgefedert“ worden.

Langsam geht die Verlegung der Daten-Autobahn derweil auf die Zielgerade. Die Arbeiten an der durch Suttrop und Warstein verlaufenden Haupttrasse sind inzwischen abgeschlossen. Auf dem Teilstück nach Belecke ist das Leerrohr verlegt, in den kommenden Tagen wird das Kabel hinein geschoben.

Folgen Sie der WESTFALENPOST Warstein auch auf Facebook.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik