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Devon Kalk will Steinabbau nach OVG-Urteil wieder aufnehmen

Steinbruch Hohe Lieth: Devon Kalk will den Abbau im Feld Elisabeth II wieder aufnehmen.

Foto: Hans Blossey

Steinbruch Hohe Lieth: Devon Kalk will den Abbau im Feld Elisabeth II wieder aufnehmen. Foto: Hans Blossey

Warstein.   Knapp zwei Jahre nach dem OVG-Urteil zum Steinabbau an der Hohen Lieth will Devon Kalk den Abbau wieder aufnehmen. Die Stadt wehrt sich.

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Seit einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster vom November 2015 ruht der Steinabbau im Baufeld Elisabeth II an der Hohen Lieth. Nun will das Unternehmen Devon Kalk den Abbau wieder aufnehmen und hat bei der Bezirksregierung einen Antrag auf Zulassung eines neuen Hauptbetriebsplans gestellt.

Die Stadt lehnt das Vorhaben ab. „Der zur Zulassung vorgelegte Hauptbetriebsplan III enthält im Vergleich zum aufgehobenen Hauptbetriebsplan II keine wesentlichen, entscheidenden Änderungen“, heißt es in einer Vorlage für den Stadtentwicklungsausschuss.

Streit um Folgen fürs Grundwasser

Zwar habe Devon Kalk einen 64 Seiten starken Erläuterungsbericht vorgelegt, der „keine wesentlichen vorhersehbaren bzw. unmittelbaren schädlichen Auswirkungen auf das Grundwasser“ prognostiziert.

Doch hält die Stadt die Stellungnahme eines Fachbüros entgegen, das den Bericht im Auftrag der Stadtwerke und der Lörmecke-Wasserwerke geprüft hat. Darin kommen die Gutachter zu dem Schluss: „Die Argumentation, dass die Lörmecke-Quelle nicht vom Abbau betroffen sei – die Hillenbergquelle wird gar nicht erwähnt –, ist vor dem Hintergrund der hochkomplexen und durch Verwerfungen und Verkarstung geprägten hydrogeologischen Situation so nicht belastbar zu treffen.“

Kein Einvernehmen notwendig

Damit könne aus Sicht der Stadt weder der Hauptbetriebsplan III zugelassen noch die dafür notwendige wasserrechtliche Erlaubnis erteilt werden. Entscheiden muss das am Ende aber die Bezirksregierung, es muss kein Einvernehmen mit der Stadt Warstein hergestellt werden. Bei einer Zulassung bliebe aber die Möglichkeit zu einer Klage, stellt die Verwaltung in der Ausschussvorlage klar.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte den Hauptbetriebsplan aufgehoben, weil kein wasserrechtliches Erlaubnisverfahren durchgeführt wurde.

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