Weltdiabetestag

„Diabetes ist heimtückisch“

Mit einem Blutzuckermessgerät behalten Diabetes-Patienten ihren Blutzucker-Spiegel im Blick. Die Krankheit kann verschiedene Ursachen haben – auch junge Menschen sind betroffen.

Foto: Jens Kalaene/dpa

Mit einem Blutzuckermessgerät behalten Diabetes-Patienten ihren Blutzucker-Spiegel im Blick. Die Krankheit kann verschiedene Ursachen haben – auch junge Menschen sind betroffen. Foto: Jens Kalaene/dpa

Warstein.  Zum Weltdiabetestag erklärt Facharzt Dr. Hans-Günther Weigelin, welche Ursachen die Zuckerkrankheit hat und warum Cola ein Wegbereiter ist.

Zuckerkrankheit, Blutzuckerkrankheit oder einfach nur Diabetes. Für die weit verbreitete Stoffwechselerkrankung gibt es diverse Begriffe, sie alle meinen aber das selbe Krankheitsbild. Diagnostiziert wurde der Diabetes mellitus, wie es in der Fachsprache heißt, erstmals im 17. Jahrhundert.

Damals endeten viele unbehandelte Diabeteserkrankungen sogar tödlich. Heute ist die Medizin so weit, dass der Großteil der Patienten durch moderne Behandlungsmöglichkeiten ihr Leben gut im Griff hat. Zum Weltdiabetestag verrät Diabetologe und Allgemeinmediziner Dr. Hans-Günther Weigelin, wie man erste Anzeichen erkennen kann, was die Ursachen sein können und wie es um die aktuellen Behandlungszustände steht.

Anzeichen, Prävention, Ursachen

Bei Diabeteserkrankungen unterscheiden die Ärzte zwischen zwei Typen. Typ 1 Diabetes betrifft oft Kinder und Jugendliche. Häufig gab es im Vorfeld eine Infektionserkrankung, die dann in einer Diabetes mündet. Zu den wahrnehmbaren Anzeichen gehören Müdigkeit, Leistungsabfall und ungewohnt starke Durstgefühle.

„Diabetes Typ 2 ist die heimtückische Form dieser Krankheit“, verrät Dr. Hans-Günther Weigelin. Denn meistens leben die Patienten schon längere Zeit mit den Symptomen, die die selben sind wie beim Typ 1 Diabetes. Allerdings tauchen sie in diesem Fall nur in abgeschwächter Form auf.

„Meistens sind es dann Zufallsbefunde des Typ 2 Diabetes, die während einer Routine Blutprobe festgestellt werden“, erläutert der Diabetologe.

Auch bei den Ursachen unterscheidet man zwischen zwei Ursprüngen. Einerseits kann die Erkrankung durch eine genetische Vorbelastung aufkommen, oder aber durch die Lebensweise bzw. Ernährung begünstigt werden.

Grundsätzlich sollte man „prophylaktisch am besten für ausreichend Bewegung sorgen und Kohlenhydrate in Maßen zu sich nehmen“, so Dr. Weigelin. Beliebte Getränke wie Cola seien hingegen regelrechte Wegbereiter für Diabeteserkrankungen.

Was die Behandlungszustände betrifft, konnte man in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte erzielen. Hatte man vor 30 Jahren die Wahl zwischen zwei Medikamenten, gibt es heute über 20 verschiedene Arzneien, weißt der Diabetologe.

„Hinzu kommt, dass zu der heutigen Behandlung auch konkrete Diabetesberatung gehört, bei denen zum Beispiel Speisepläne erstellt werden, um den Kohlehydrate-Stoffwechsel zu stabilisieren“, so der Warsteiner Facharzt.

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