Kontrolle

Polizei stoppt Laster mit Dönerfleisch - Frachtraum zu warm

Auf der A44 gestoppt: Ein Laster mit 24 Tonnen Dönerfleisch, das schlecht gekühlt war.

Auf der A44 gestoppt: Ein Laster mit 24 Tonnen Dönerfleisch, das schlecht gekühlt war.

Foto: Polizei

Anröchte/Lünen.  Die Polizei hat auf der A44 einen Laster mit 24 Tonnen Dönerfleisch gestoppt, weil die Fracht zu warm gelagert war. Das Kreisgesundheitsamt in Unna untersucht den Fall.

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Auf der A44 bei Anröchte stoppte die Polizei am vergangenen Sonntag (26. August) gegen 10.50 Uhr einen Lastwagen mit 24 Tonnen Dönerfleisch, weil der Laderaum nicht ausreichend gekühlt war.

Sechs Grad plus im Laderaum

Bei der Kontrolle auf dem Parkplatz „Völlinghauser Flur“ sah zunächst alles ganz normal aus. Das Kühlaggregat lief und schien in Ordnung zu sein. Doch eine Temperaturmessung durch die Polizisten zeigte knapp sechs Grad plus, obwohl das Aggregat auf minus 19 Grad eingestellt war. Beim Transport wurde das Fleisch im Frachtraum viel zu warm gelagert.

Der 59-jährige Fahrer aus Lünen hatte zudem mit 13 Stunden die zulässige Lenkzeit deutlich überschritten. Ihn erwartet eine Anzeige. Den Kontrolleuren erklärte er, dass ihm der Defekt am Kühlaggretat bekannt sei. Sein Chef würde die Ware später wieder einfrieren. Dazu kam es aber nicht mehr.

Der Lastwagen wurde durch Mitarbeiter des Veterinärdienstes des Kreises Soest verplombt und beschlagnahmt. Die genaue Prüfung und Entsorgung des unsachgemäß transportierten Fleisches übernahm der Kreis Unna.

Das zuständige Kreisgesundheitsamt soll nach Medien-Informationen bereits festgestellt haben: So eklig wie ursprünglich befürchtet war das scheinbar zu warm gelagerte Dönerfleisch gar nicht.

Kreisgesundheitsamt: Dönerfleisch nicht aufgetaut

Die Kerntemperatur des Fleisches habe immer deutlich im Minusbereich gelegen. Die tiefgefrorenen Dönerportionen waren also nie aufgetaut. Dennoch würden noch mikrobiologische Untersuchungen vorgenommen, um auf Nummer sicher zu gehen. Die Ergebnisse sollen im Laufe der kommenden Woche vorliegen, informiert das Kreisgesundheitsamt.


Wenn es dann keine Beanstandungen gäbe, ginge das Dönerfleisch im Wert von 43 000 Euro mit verkürzter Haltbarkeit wieder in den Verkauf. (has)

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