Jubiläum

Ein halbes Jahrhundert Stimmgewalt

50 Jahre Singgemeinschaft Hirschberg

Foto: Fabiana Regino

50 Jahre Singgemeinschaft Hirschberg Foto: Fabiana Regino

Hirschberg.   Seit einem halben Jahrhundert treffen sich die Frauen und Männer der Singgemeinschaft aus Hirschberg im Gasthaus Cramer. Wie alles begann.

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Schützenfest 1967. Im Zelt ist es heiß und laut. Männer in Uniformen feiern, trinken Bier, lachen. Nicht Friedhelm Wüllner. Er sitzt mit Anni Schulte zusammen und erzählt von seiner Idee: Er will einen Chor ins Leben rufen.

Die Singgemeinschaft Hirschberg (SHG) ist geboren. 15 Männer und Frauen treffen sich im November 1967 für die erste Chorprobe im Gasthof Cramer.

Manches ändert sich nie

Heute, 50 Jahre später, singen sie sich immer noch dort. Wie jeden Mittwoch Abend um kurz vor halb acht Uhr. Wasser oder Apfelschorle – jeder der Chormitglieder betritt den Saal mit einem Getränk in der Hand.

Gute Stimmen müssen schließlich geölt werden. Bei der vorletzten Probe vor der großen Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen sollen beste Voraussetzungen herrschen.

1967 bestand die Singgemeinschaft aus 15 Stimmen. Heute zählt der Verein 34 aktive Chormitglieder. Manche sind 15, der Älteste ist 81 Jahre alt. Barbara Klier ist seit 2003 im Amt.

Rekordamtszeit könnte geknackt werden

Mit ihren 15 Jahren als Chorleiterin ist die gebürtige Unnaerin auf dem besten Wege, die Rekordamtszeit von 17 Jahren – die Ludger Tillmann 1985 begann – zu knacken.

Der erste Dirigent ist allerdings Friedrich Schröder gewesen. Nach nur eineinhalb Jahren muss er seine Position aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.

Studienrätin Zillich übernimmt damals spontan das Amt als Chorleiterin für ein halbes Jahr. Danach und am zweitlängsten dirigiert Karl Enste die musikalische Stimmvereinigung. Von 1970 an, ganze zehn Jahre, darf er sich Chorleiter der SHG nennen.

Fehlende Leitung kein Hindernis

Zwischendurch müssen die Sängerinnen und Sänger sich selber zu helfen wissen. Von 1997 bis 2003 findet sich kein geeigneter Chorleiter. Aber auch diese Ära übersteht der Chor schadensfrei.

Nicht zuletzt aufgrund des besonderen Engagements von Margareta Krick und Eva Gröblinghoff, die am Klavier einspringen und den Chor übergangsweise leiten.

Gute Stimmung zum Jubiläum

Die Stimmung im Proberaum ist sehr gut. Alle Mitglieder scheinen die Jubiläumsfeier kaum erwarten zu können. „Wir freuen uns über jedes Gesicht im Gottesdienst“, blickt die stellvertretende Schriftführerin Dorothee Westermann auf den 21. Januar, an dem das 50-jährige Bestehen der SHG gefeiert werden soll.

Während sie sich für das Gruppenfoto aufstellen, tun sie das, was sie am besten können: Sie singen. „Sie lebe hoch“ – es klingt, wie ein Geburtstagsständchen für die Singgemeinschaft.

Traditionsreichen Liedern

Bei der Songauswahl kennt der Chor keine Grenzen. Von traditionsreichen Liedern bis hin zu modernen Klassikern wie „Dream a little Dream of me“ haben sie für jeden Anlass etwas passendes dabei. Auch für ihr eigenes Jubiläum werden Hits erklingen – garantiert.

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