Warstein.

Es drohen finanzielle Risiken für Warstein

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Warstein. Auf dem Warsteiner Gelände des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) stehen diverse Gebäudestrukturentwicklungen an. Darüber hat sich LWL-Krankenhausdezernent Dr. Meinolf Noeker aus Münster bei seinem Jahresgespräch mit der Betriebsleitung und der Mitarbeitenden-Versammlung ausgetauscht.

So besichtigte Noeker die Baustelle, auf der ein moderner Gebäude-Komplex mit 88 stationären und zehn ganztägig ambulanten Behandlungsplätzen entsteht. Der zum LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen gehörende Neubau mit einem Kostenvolumen von ca. zwölf Millionen Euro wird wohl Anfang 2015 bezugsfertig sein.

Neubau und Sanierungen

Gebäudliche Entwicklungen sind ebenfalls im Bereich des LWL-Wohnverbunds Warstein zu verzeichnen. So wird aktuell das Gebäude W04 kernsaniert. Im Herbst 2014 sollen Baumaßnahmen am Gebäude W07 folgen. Kostenpunkt: jeweils rund zweieinhalb Millionen Euro.

Noeker dankte den Beschäftigten der Klinik, des Pflegezentrums und des Wohnverbunds für die engagierte Arbeit. Er lobte die fachlich hoch qualifizierten Leistungen und das unter schwierigen gesundheitsökonomischen Rahmenbedingungen erzielte wirtschaftliche Ergebnis.

„Die Zukunft des LWL-Psychiatrieverbunds wird wesentlich vom anhaltenden Kostendruck im Gesundheitswesen geprägt bleiben“, so Dr. Noeker. Besonders zu Buche schlage die unzureichende Finanzierung der Baumaßnahmen durch das Land. Immer weiter auf gehe zudem die Schere zwischen den Kosten für die Tarifsteigerungen beim Personal und dem Budget, das die Kliniken von den Krankenkassen erhalten. Die LWL-Einrichtungen hätten kostenbewusst gearbeitet und trotz des hohen Drucks unterm Strich „die Zielvorgabe einer schwarzen Null“ gehalten.

Allerdings stehe den psychiatrischen Kliniken eine immense Herausforderung ins Haus: „Wenn voraussichtlich ab 2015 das umstrittene neue „Pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie-Psychosomatik“ (PEPP), kommt, werden die LWL-Kliniken sich gravierend umstellen und anpassen müssen. Zusätzliche finanzielle Risiken drohen für die Mehrzahl der Kliniken“, sagte Noeker bei der Vorstellung des neuen Entgeltsystems. „Für viele Kliniken werden sich mit der Einführung von PEPP zusätzliche Einbußen ergeben. Wir müssen uns daher auf die Veränderungen frühzeitig einstellen.“ Dennoch verbreitete Noeker auch Zuversicht: „Die LWL-Kliniken verfügen über ein hohes Maß an Professionalität und genießen eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung. In der Region sind wir das Rückgrat der psychiatrischen Versorgung und sind unverzichtbar.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben