Projekt

„Es lebe die Freundschaft“

An der Ideenwand entwickeln die jungen Talente ihr Stück. Jetzt ist die Probenarbeit ist (fast) beendet, das neue Kindermusical steht.

An der Ideenwand entwickeln die jungen Talente ihr Stück. Jetzt ist die Probenarbeit ist (fast) beendet, das neue Kindermusical steht.

Möhnesee.   Kindermusical-Projekt in Möhnesee zeigt Ergebnisse fleißiger Probenarbeit mit Robert Raddatz und Anna Bornhoff.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Es lebe die Freundschaft?!“ Mit einem rasanten Erzählfaden und viel Spaß am Spiel bringen Kinder (nicht nur) aus Möhnesee ein neues Musical auf die Bühne. Das dritte inzwischen, und die zweite Geschichte, die sie komplett selbst erdacht haben: Anknüpfen wollen alle an den großen Erfolg von „Proko Eins-Sieben“ aus dem vergangenen Jahr.

Worum geht es? Irgendwo im Märchenland, da gibt es eine liebreizende Prinzessin. Dazu einen Herzog. Eine große Liebe – und einen gaaanz fiesen Minister! Es gibt eine Entführung, eine treue Freundin, viel Herzschmerz und viele dicke Kullertränen. Soldaten streiten, und dennoch gibt es Hoffnung auf ein bisschen Frieden, auf ein strahlendes Licht am Ende des Tunnels. Wie es ausgeht, das Stück? Unerwartet. Wer das miterleben möchte, sollte sich schnell Karten sichern.

Ideen bündeln

„Ich habe nur noch gestaunt“, erzählt Lehrer, Musiker und Frohnatur Robert Raddatz, wie er als Projektleiter zusammen mit Anna Bornhoff die Ideensammlung, die Entwicklung einer schlüssigen Handlung, das Ausmalen der einzelnen Charaktere begleitet hat als Moderator, wie beide behutsam geschaut haben, dass sich niemand verzettelt: „Die Ideen bündeln, den Rahmen halten, das war wichtig, ansonsten haben wir machen lassen“, erinnert sich Robert Raddatz an ein spannendes halbes Jahr gemeinsamer Tüftelei im Stuhlkreis und an der Ideenwand: Papierfiguren haben sie darauf gepappt, Linien und Pfeile für den Handlungsablauf dazu gemalt, grobe Notizen und Handlungsanweisungen aufgeschrieben. Und eine Liste mit bekannten Hits daneben gehängt, Lieder, die sie sich zu singen trauten und die zu einzelnen Szenen passen könnten. Raddatz lobt, und seine Augen glänzen: „Ganz erstaunlich! Ich hätte mir das so nicht ausdenken können!“

Herzog kämpft um die Liebe

Wer tritt auf? Sarah Heitmann und Elias Raddatz etwa, beide zwölf Jahre alt und nicht das erste Mal dabei. Elias hat sich wieder für eine Hauptrolle beworben: „Ich wollte mal böse sein“, witzelt er, warum er so gerne den Minister spielen wollte. Die elfjährige Kaya Gosselke spielt mit, Benedikt Eickhoff kämpft als Herzog um die Liebe, Anna Teipel ist neu dabei: „Ich habe den Bericht über Proko Eins-Sieben gelesen, das Musical vom letzten Jahr“, sagt sie. „Das fand ich so toll, da habe ich mich gleich angemeldet, als die neuen Proben angekündigt wurden.“ Lousia Vogt nickt: Bis nach Günne hatte sich das herumgesprochen: „Ich find’s eine tolle Geschichte“, sagt sie zum Musical.

Aus Berlingsen ist Neele Schmidt mit dabei – sie spielt einen Zungenbrecher: „Hofzeremonienmeister bin ich!“ Aus Bad Sassendorf ist die 15-jährige Antonia Gruhnau mit im Team. „Singen und Schauspielen, das macht Spaß“, findet sie. Ob das umständlich ist, jeden Montag den weiten Weg nach Körbecke zu machen? „Alles gut“, lächelt sie: „Meine Mutter fährt – die findet das Projekt auch ganz toll!“

Robert Raddatz strahlt noch immer: „Die Kinder machen große Fortschritte. Die Geschichte ist rund, wir haben schöne Solostimmen – und wenn sie zusammen singen, dann ist das ein wirklich schöner Gesamtklang. Also Anna und ich, wir freuen uns ganz dolle auf die Premiere!“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben