Umwelt

Eschentriebsterben ist Grund für Fällaktion am Rodelweg

Die Anlieger sind sauer: Im Rodelweg in Hirschberg wurden zahlreiche Bäume gefällt

Foto: Tanja Frohne

Die Anlieger sind sauer: Im Rodelweg in Hirschberg wurden zahlreiche Bäume gefällt Foto: Tanja Frohne

Hirschberg.  Der Hang am Rodelweg in Hirschberg sieht wüst aus. Der Betriebshof musste hier viele Bäume fällen. Grund ist das Falsche Weiße Stengelbecherchen.

Beate Siegmund aus Hirschberg ist sauer: Dort, wo am Rodelweg noch vor einigen Tagen ein Kirschbaum und eine Linde, Ahorn, Eschen und diverse Sträucher einen „kleinen Urwald“ am Hang des Rodelweges bildeten, stehen nur noch einige Stümpfe. Am Freitag waren die Mitarbeiter des Betriebshofes hier im Einsatz.

„In Zeiten, in denen das zunehmende Verschwinden von Insekten, Singvögeln und nun auch Igeln beklagt wird, entzieht man ihnen nun von städtischer Seite weiteren Lebensraum“, beklagt sie. „Wären die Eschen von dem gefährlichen aus Asien eingeschleppten Pilz befallen gewesen, hätten Linde und Co. nicht sterben müssen.“

Pilz hat Eschen am Rodelweg befallen

Das Eschentriebsterben, verursacht durch den Pilz „Falsches Weißes Stengelbecherchen“, sei der Grund für das Fällen dieser Baumart gewesen, erklärt Ingo Schaup vom Betriebshof. „Die Bäume, die wir erst stehen lassen wollten, waren auch in keinem viel besseren Zustand.“ Daher sei es sinnvoller, die Fläche auf einmal sauber zu machen und etwas Neues zu pflanzen.

Viele der Bäume seien Selbstsäer gewesen, die teils auf die Nachbargrundstücke wuchsen. Auch aus Gründen der Verkehrssicherung hätten die Bäume und Büsche weichen müssen. „Vieles wird wieder von alleine treiben“, tröstet er.

Weitere Eschen müssen aufgrund des Befalls mit dem Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus an der Homertrift fallen.

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