Jahreshauptversammlung

Europafreunde nehmen Abschied von verdienten Mitstreitern

Auf Zeiten, die geprägt sind von vielen Begegnungen und neuen Freundschaften, freut sich der Vorstand der Warsteiner Europafreunde.

Auf Zeiten, die geprägt sind von vielen Begegnungen und neuen Freundschaften, freut sich der Vorstand der Warsteiner Europafreunde.

Foto: Chantal Mena

Warstein.   Beisitzer Franz-Josef Berghoff verabschiedet. Der Warsteiner Verein freut sich auf 55 Jahre Städtepartnerschaft mit St. Pol in 2019.

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Mit großer Zufriedenheit blicken die Warsteiner Europafreunde auf ein erfolgreiches, vergangenes Jahr zurück – wobei es auch einen Wermutstropfen gab, denn der Vorstand musste sich im Rahmen der Jahreshauptversammlung von seinem Beisitzer Franz-Josef Berghoff, einer der Motoren der Städtepartnerschaft mit St. Pol sur Ternoise, trennen.

Wahlen

Über 50 Jahre hatte sich der Ehrenringträger der Stadt Warstein für diese Freundschaft engagiert, nun möchte er – mit fast 80 Jahren – kürzer treten. „Wir verlieren eine Bastion der Völkerfreundschaft“, betonte Birgit Wüllner, Vorsitzende der Europafreunde.

Hautnah hatte Berghoff die Anfänge der Städtepartnerschaft miterlebt, wobei es zu Anfang vor allem darum ging, die einst verfeindeten Völker zu versöhnen. Inzwischen ist daraus eine Freundschaft geworden. Als Nachfolgerin für Franz-Josef Berghoff wurde Ute Freuling gewählt. Franco Capalbo ist Beisitzer für die Partnerstadt Pietrapaola. Hans-Georg Hoffmann wurde zum stellvertretenden Beisitzer gewählt.

Verabschiedet wurde zuvor Pietro Vitale als Beisitzer, der die Städtefreundschaft mit voran getrieben hatte, aus der schließlich eine Städtepartnerschaft wurde. Mehrere Jahre war er Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins, der sich um die Beziehungen mit der kalabresischen Stadt kümmerte.

Rückblick

Als Highlight des Jahres 2017, in dem kein Partnerschafts-Jubiläum gefeiert werden konnte, erwies sich die Reise nach Pietrapaola im Süden Italiens, zu der etwa 65 Teilnehmer in zwei Gruppen antraten. Neben gemeinsamen Aktivitäten, wie der Besichtigung einer Lakritzfabrik und eines Weinguts, wurde die freie Zeit gern zur Erkundung der südländischen Umgebung genutzt.

Die kulturelle Begegnung in St. Pol an Christi Himmelfahrt erfolgte zwar in einem kleineren Rahmen,, doch durch Annie Becker und Peter Lenders wurden die Europafreunde hervorragend vertreten.

Außerdem haben sich die Warsteiner Europafreunde um Hinweistafeln für die Städtepartnerschaften gekümmert sowie neue Vereinswesten angeschafft.

Ausblick

Auch in diesem Jahr erwartet die Europafreunde eine Bandbreite an Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Fahrt des Chorious-Projektchors nach St. Pol. Hierhin macht sich auch eine Delegation aus Warstein am Freitag, 6. April, auf den Weg, um pünktlich zur Ausstellungseröffnung im „Musée Bruno Danvin“ anwesend zu sein, die sich dem Kartografen von Napoleon Bonaparte, Bacler D’Albe, widmet, der in St. Pol geboren wurde. Die Einführung in die Ausstellung hält Marie-France Acquart.

Ein kalabresischer Abend zusammen mit einer Gruppe, die aus Pietrapaola anreist, findet im Mai an der Domschänke statt. Außerdem werden Freunde aus St. Pol sur Ternoise und Hebden Bridge zum Warsteiner Herbst und Brauerumzug erwartet. Außerhalb von Warstein und St. Pol soll ein Treffen zwischen den Europafreunden und der Aspai in Aachen stattfinden.

Im kommenden Jahr steht dann ein großes Ereignis an: In Warstein wird das 55-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit dem nordfranzösischen St. Pol gefeiert, 2020 geht es dann nach Frankreich.

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