Geburtsstation

Evangelisches Krankenhaus Lippstadt bekommt neuen Kreißsaal

Die Geburtenzahl im Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt ist in den vergangenen fünf Jahren um knapp 50 Prozent angestiegen. Dort soll nun ein neuer Kreißsaal entstehen.

Die Geburtenzahl im Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt ist in den vergangenen fünf Jahren um knapp 50 Prozent angestiegen. Dort soll nun ein neuer Kreißsaal entstehen.

Foto: Waltraud Grubitzsch

Lippstadt.  Das Ev. Krankenhaus Lippstadt investiert fast fünf Millionen Euro in die Geburtshilfe – kurz nachdem in Warstein ein Kreißsaal geschlossen wurde.

Auf der Geburtsstation des Evangelischen Krankenhauses in Lippstadt ist einiges los: Nicht nur, dass laut Geschäftsführer Franz Fliß die Geburtenzahl in den vergangenen fünf Jahren um knapp 50 Prozent angestiegen ist, es steht auch eine große Umbaumaßnahme an. Das Krankenhaus erneuert und erweitert den Kreißsaal. 4,8 Millionen Euro werden investiert.

Als Grund für den Umbau nennt Franz Fliß die steigende Anzahl an Patienten. Die Schließung der Geburtsstation in Warstein habe dabei keinen Einfluss auf die Planung gehabt. „Wir merken schon, dass mehr Patienten zu uns kommen. Wie viele von ihnen aus Warstein und Umgebung kommen, kann ich nicht sagen. Darüber führen wir keine genaue Statistik“, sagt Fliß.

Keine Kooperation mit der Geburtsstation in Warstein

Auch die Geburtenstation in Warstein in Kooperation mit dem Lippstädter Krankenhaus weiterzuführen, sei keine Option gewesen. „Das ist allein wegen der Entfernung zwischen den Standorten nicht möglich gewesen. Ein Dienst würde das mit den Fahrwegen nicht schaffen – auch wenn wir hier am Standort personell gut aufgestellt sind“, sagt Fliß.

Ein weiterer Grund für den Umbau sei der Anspruch der Patienten an die Station. „Die letzte Sanierung des Kreißsaals fand 1998 statt. Das ist nun 21 Jahre her. In dieser Zeit hat sich der Komfortanspruch unserer Patienten verändert und diesem Anspruch wollen wir gerecht werden“, so Fliß.

OP-Saal und Entbindungsstation auf einer Etage

Geplant ist ein neuer Entbindungsbereich mit einem eigenem Operationssaal (Sectio-OP). Bislang wurden Kaiserschnitte im Erdgeschoss des Krankenhauses durchgeführt. „In Zukunft können auch beim Kaiserschnitt Väter von der ersten Sekunde an bei der Geburt mit dabei sein“, so Fliß. Auch werde der Bereich aufgestockt von drei auf vier Kreißsäle. „Dafür opfern wir drei Patientenzimmer mit jeweils zwei Betten“, sagt der Geschäftsführer.

Voraussichtlich im Februar 2020 zieht die Station vorübergehend in ein neues Gebäude, das in Modulbauweise errichtet wird – ein zweigeschossiges Gebäude mit drei hochmodernen Kreißsälen, Untersuchungs- sowie Aufenthaltsräumen für Angehörige und Mitarbeiter. Das Obergeschoss des neuen Gebäudes wird über einen gläsernen Gang direkt mit der Gynäkologie im Haupthaus verbunden.

„Wir verfolgen hier das Prinzip der kurzen Wege“, sagt Fliß. Zudem könne so der Betrieb der Geburtshilfe auch während der Baumaßnahme regulär weitergehen. In den neu umgebauten Kreißsaal soll es frühestens Oktober bis Dezember 2020 gehen.

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