Brand

Feuerwehr verhindert Schlimmeres bei Waldbrand in Warstein

Waldbrand in Warstein, zwischen Hirschberg und Niederbergheim

Waldbrand in Warstein, zwischen Hirschberg und Niederbergheim

Foto: Lisa Klaus

Warstein.   Motorradfahrer bemerkte Rauchschwaden nahe der L 856. Es bestand die Gefahr, dass sich der Brand im Hochwald ausbreitet. Straße war voll gesperrt.

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Erst am Montag mahnte Förster Henning Dictus, dass die Waldbrandgefahr nach wie vor sehr hoch sei. Gestern bestätigte sich diese Einschätzung postwendend: In einem Waldstück nahe der L 856 zwischen Hirschberg und Niederbergheim kam es zu einem Brand, die Feuerwehr konnte Schlimmeres noch rechtzeitig verhindern.

Motorradfahrer hatten gegen 12.30 Uhr Rauchschwaden bemerkt, die aus dem Wald aufstiegen, um 12.34 Uhr ging bei der Feuerwehr die Meldung ein. „Wir sind mit Kameraden aus dem gesamten Stadtgebiet angerückt“, sagte Dietmar Lenze, Leiter des Löschzugs Warstein.

Kurz hinter der Honigkurve war das Feuer in dem Waldstück ausgebrochen, etwa 200 Meter abseits der Sauerlandstraße auf einem Hang. „Die große Gefahr war, dass sich das Feuer in den direkt hinter der Fläche befindlichen Hochwald ausbreitet. Dann hätten wir ein größeres Problem gehabt“, erklärte Lenze die Situation. Die Feuerwehr bekam den Brand noch rechtzeitig unter Kontrolle.

Boden nach Glutnestern durchsucht

Mit Forken zogen die Feuerwehrleute den Waldboden immer wieder auseinander, um möglicherweise noch versteckte Glut ausfindig machen zu können. „Wir müssen alle Glutnester im Boden erwischen“, sagte Lenze. Immer wieder wurde auch der Waldboden mit den Schläuchen gewässert, um mögliche Brandherde bereits im Keim zu ersticken. Da immer wieder neue Glutnester entstehen können, mussten die Einsatzkräfte das Gebiet für längere Zeit überwachen.

Mit einer Drohne der Feuerwehr Werl, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, wurde auch aus der Luft kontrolliert, ob sich das Feuer ausgebreitet hat und sich weitere Glutnester im Umkreis befinden. „Damit suchen wir das gesamte Waldgebiet ab, um auf der sicheren Seite zu sein“, sagte Lenze.

Brandursache noch unklar

Was zu dem Brand geführt hat, ist bisher unklar. „Noch können wir nichts dazu sagen“, sagte Lenze. Die Polizei war vor Ort und leitete Ermittlungen ein. Während die Hitze und Trockenheit eine Rolle bei der Entstehung des Feuers gespielt haben möge, sei es dennoch unwahrscheinlich, dass der Brand von ganz allein entstanden ist. „So etwas kann zum Beispiel durch eine Glasscherbe im Wald verursacht werden. Aber zum jetzigen Zeitpunkt kann man sich noch nicht festlegen“, gab Lenze zu bedenken.

Um die Löscharbeiten nicht zu behindern, war die L 856 für längere Zeit voll gesperrt.

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