Straßenbau

Gefährlichste Bushaltestelle in Warstein wird zur Schleuse

So soll die Busschleuse in Hirschberg aussehen.

So soll die Busschleuse in Hirschberg aussehen.

Foto: Kreis Soest

Hirschberg.   Die gefährlichste Bushaltestelle im Warsteiner Stadtgebiet liegt wohl in Hirschberg. Im Sommer soll Abhilfe geschaffen werden – für 30 000 Euro.

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Um den Schulweg der Hirschberger Kinder sicherer zu machen, soll in den Sommerferien die Bushaltestelle an der früheren Grundschule komplett umgebaut werden. „Wenn ein Bus da steht, wird die Straße künftig zu sein“, erklärte Ortsvorsteher Franz Linneboden. Waghalsige Überholmanöver sollen so verhindert werden.

„Das ist die gefährlichste Bushaltestelle im Stadtgebiet“, mahnt Linneboden. Denn bislang halten die Schulbusse auf Höhe einer Mittelinsel, an der viele Autofahrer einfach vorbeirauschen, anstatt darauf zu warten, dass der Bus weiter fährt. „Wenn dann ein Kind, das etwas zu spät dran ist, aus der Grafenstraße zur Bushaltestelle läuft, wird es brenzlig“, schildert der Ortsvorsteher seine Eindrücke.

Bus soll nicht mehr überholt werden können

Die Lösung soll nun eine Busschleuse sein. Die Gehwege auf beiden Seiten werden ausgeweitet, so dass die Fahrbahn nur noch 3,75 Meter breit sein soll. Damit können haltende Busse nicht mehr überholt werden. Auch ohne Bus könne immer nur ein Auto die Strecke passieren, der Verkehr in Richtung Dorfzentrum wird Vorfahrt erhalten.

Zugleich wird der Umbau genutzt, um die Bushaltestelle senioren- und behindertengerecht zu machen. Die Bordsteine werden erhöht, damit Kinderwagen und Rollatoren leichter in den Bus geschoben werden können. Außerdem wird ein Leitsystem für Sehbehinderte angelegt. Oberhalb der Bushaltestelle wird zudem Hirschbergs erster Zebrastreifen angelegt.

Anwohner fürchten Schleichverkehr in Nebenstraßen

Thomas Schäckel, beim Kreis Soest zuständig für Baumaßnahmen an Kreisstraßen, habe erklärt, dass die Mittel für den Umbau im Haushalt für 2018 eingeplant seien, informierte Franz Linneboden die Bürger. Die Ausschreibungen seien für das Frühjahr geplant. Die Baumaßnahme soll drei Wochen dauern. „Ich versuche darauf hinzuwirken, das in den Sommerferien umzusetzen“, sagte der Ortsvorsteher.

Franz Linneboden sieht in der Busschleuse die ideale Lösung. „Ich bin der Meinung, für die Sicherheit der Kinder müssen wir diese Maßnahme umsetzen.“ Anwohner der Grafenstraße äußerten hingegen die Befürchtung, dass künftig mehr Verkehr auf die Nebenstraßen ausweichen wird. „Wir nehmen das mit auf“, sicherte der Ortsvorsteher zu.

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