Geflügelpest

Geflügelpest - Keine Stallpflicht mehr im Kreis Soest

Der Veterinärdienst im Kreis Soest hat die Stallpflicht aufgehoben.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Veterinärdienst im Kreis Soest hat die Stallpflicht aufgehoben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Kreis Soest.   Die Lage rund um die Geflügelpest hat sich auch im Kreis Soest merklich entspannt. Das Wetter spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

Die höheren Temperaturen und die verstärkte Sonneneinstrahlung sorgen für eine rasche Inaktivierung des Influenzavirus in der Umwelt. Damit hat sich die Lage um die Geflügelpest auch im Kreis Soest merklich entspannt: Der Veterinärdienst des Kreises Soest hebt Wirkung von Samstag, 18. März 2017, die Stallpflicht für Nutzgeflügel im gesamten Kreisgebiet auf. Elf Städte und Gemeinden waren zuletzt noch davon betroffen.

„Temperaturen von 15 bis 20 Grad machen den Erreger innerhalb weniger Stunden unschädlich“, erläutert Professor Dr. Wilfried Hopp, Leiter des Veterinärdienstes. „Auch die UV-Strahlung bei Sonnenschein wirkt sich positiv aus.“ Das Einschleppungs- und Verbreitungsrisiko sinke außerdem, weil die Wildvogelpopulation abwandere. So hätten die Vogelschutzexperten des LANUV beobachtet, dass die Wildgänse in Anbetracht der frühlingshaften Wetterlage zunehmend die Rastplätze verließen.

Für die Aufhebung der Aufstallungspflicht spreche außerdem, dass der Fund des letzten betroffenen Wildvogels länger zurückliege. Es sei aber auch eine Frage des Tierschutzes, die Stallpflicht zurückzunehmen. „Für Freilandhühner, aber auch für Wasservögel wie Enten und Gänse, ist das Halten im Stall problematisch“, betont Hopp.

Seit dem 25. November 2016 bestand für jeden Geflügelhalter in NRW unabhängig von der Anzahl oder Nutzungsart des Geflügels die Verpflichtung, seine Tiere nicht mehr nach draußen zu lassen. Für Rüthen, Warstein und Wickede/Ruhr war wie in allen Gebieten landesweit mit einer geringeren Geflügeldichte als 300 Stück Geflügel je Quadratkilometer die Stallpflicht am 8. Februar 2017 aufgehoben worden. Gültig war sie bis zuletzt noch in den Gemeinden Anröchte, Bad Sassendorf, Ense, Lippetal, Möhnesee und Welver sowie in den Städten Erwitte, Geseke, Lippstadt, Soest.

Per Allgemeinverfügung hebt der Veterinärdienst ab Samstag, 18. März 2017, auch das Anschluss-Beobachtungsgebiet um den Ausbruchsort in Delbrück (Kreis Paderborn) auf. Weder im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet im Kreis Paderborn, noch im Beobachtungsgebiet im Kreis Soest (Teile von Lippstadt und Geseke) ist ein weiterer Fall von Geflügelpest nachgewiesen worden.

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