Neubürgerempfang

Gelungener Einstand für Hirschberger Neubürger im Rathaus

Zahlreiche Hirschberger Neubürger versammeln sich in der guten Stube des Rathauses zum Empfang in dem Dorf.

Zahlreiche Hirschberger Neubürger versammeln sich in der guten Stube des Rathauses zum Empfang in dem Dorf.

Foto: WP

Hirschberg.   Hirschberg heißt seine neuen Bewohner willkommen. Ortsvorsteher Franz Linneboden stellt Arbeitsgruppen vor, die das Dorf attraktiver machen.

Zum bereits fünften Mal folgten wieder zahlreiche Hirschberger Neubürger der Einladung zum Neubürgerempfang und versammelten sich in der guten Stube des Rathauses.

Nach einem kurzen Grußwort durch Bürgermeister Thomas Schöne, der alle „Neu-Hirschberger“ in dem „sauerländischsten Ortsteil“ der insgesamt neun Ortsteile der Stadt Warstein willkommen hieß, übergab er das Wort an Ortsvorsteher Franz Linneboden, der in wenigen Wochen seinen Posten räumen wird, es aber als Herzensangelegenheit betrachtet, alle Neubürger zu begrüßen und Hirschberg als „die Perle Warsteins und die Alpen des Kreises Soest“ vorstellen zu dürfen.

Nach einem Rückblick, der die verloren gegangene Infrastruktur und die sinkenden Einwohnerzahlen in den Jahren 2000 bis 2014 aufzeigte, berichtete Linneboden, wie es Hirschberg gelungen ist, diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken. Insbesondere der Bürgerworkshop, der 2012 in der Hirschberger Schützenhalle stattfand, sei dafür ausschlaggebend gewesen und zog Ergebnisse wie einen Seniorentreff, den Kinder- und Jugendraum oder die Schulhofgestaltung der „Drachenschule“ mit sich, in der neben den zahlreichen Freizeitprogrammen für Jung und Alt, auch viele Vereinen Platz fnden.

Hirschberg attraktiv für Touristen

Auch wenn Hirschberg nicht der größte Ortsteil der Stadt Warstein ist, überzeuge er trotzdem mit seiner lebens- und liebenswerten Art, mit der Hirschberg jährlich über 12000 Touristen anlocke, erklärte Franz Linneboden den anwesenden Neubürgern, die somit „dort leben, wo andere Urlaub machen.“ Aber nicht nur eine starke Gastronomie für die Touristen, sondern auch heimische Einzelhändler und Dienstleister wie den Frischemarkt Köster oder einen Friseursalon habe die Bergstadt zu bieten, was dazu beitrage, dass sich jedes Jahr so viele Menschen für Hirschberg als ihren neuen Wohnort entscheiden.

„Hirschberg ist ein Dorf, das seine Ärmel hochkrempeln muss und das weiß es auch“, stellte Linneboden klar, in dem er die vielen Arbeitsgruppen vorstellte, die Hirschberg attraktiv machen sollen, um Jugendliche zu halten, die Infrastruktur zu stärken und auch eine Zusammenarbeit mit anderen Ortsteilen zu ermöglichen.

Die Arbeitsgruppe Marketing entwerfe beispielsweise Neubürgerbroschüren oder einen „Hirschberg Rucksack“, der sich als neuer Artikel auf der breiten Produktpalette des Hirschberger Fanshops einreihe. Auch die dörfliche Entwicklung bleibe trotz den Erfolgen der vergangenen Jahre weiterhin ein Thema, so dass am 14. März in der Schützenhalle bei einer Bürgerversammlung die Pläne für das ungenutzte und geschlossene Waldfreibad, die im vergangenen Jahr von einer Studentin ausgearbeitet wurden, vorgestellt werden.

Außerdem soll „das neue Herz von Hirschberg“ thematisiert werden, das im Zentrum des Dorfes geschaffen werden soll und eventuell Platz für Mehrgenerationenwohnen oder für weitere Ideen ermöglichen soll.

Getreu dem Motto Albert Einsteins: „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft“, stellte Christoph Buerdick als erster Vorsitzender die Funktionen und die Vorhaben der Hirschberger Bürgerstiftung vor und forderte alle Anwesenden und insbesondere die Neubürger dazu auf, die Augen offenzuhalten und sich mit Ideen und Vorschlägen jederzeit an die Bürgerstiftung zu wenden, um den Ort aktiv mitzugestalten.

Den letzten Punkt, aber den wichtigsten des Tages, übernahm Dieter Bräutigam, der als erster Vorsitzender den Vereinsring vorstellte. „Der Motor von Hirschberg sind die Vereine“, erklärte er mit Blick auf die 21 aktiven Vereine des Dorfes. Der Vereinsring fördert die Zusammenarbeit aller Vereine und lässt alle unter anderem am Weihnachtsmarkt zusammenkommen, um gemeinsam ein einzigartiges Projekt auf die Beine zu stellen.

Hirschberger Präsente für Neubürger

Auch die Neubürger wurden durch Abordnungen der einzelnen Vereine wie Schützenbruderschaft oder freiwillige Feuerwehr dazu animiert, einem beliebigen Verein beizutreten.

Zum Abschluss erhielten alle den vorgestellten „Hirschberg Rucksack“ gefüllt mit zahlreichen Präsenten wie dem heimischen Kalender und einem eigens in Hirschberg gebrannten Schnaps.

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