Umweltschutz

Große Dümecke zwischen Drewer und Wiebusch erhält neues Bett

Die Renaturierung der Großen Dümecke gibt Zeugnis von der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Rüthen und Warstein. Bernd Müller (Zweiter von links) von der Bezirksregierung übergibt den Zuwendungsbescheid für das Projekt und ein weiteres in Möhnesee.

Die Renaturierung der Großen Dümecke gibt Zeugnis von der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Rüthen und Warstein. Bernd Müller (Zweiter von links) von der Bezirksregierung übergibt den Zuwendungsbescheid für das Projekt und ein weiteres in Möhnesee.

Foto: Tanja Frohne

Belecke.  Zwei Städte, Rüthen und Warstein, ein Projekt: Die Große Dümecke wird zwischen Drewer und dem Wiebusch renaturiert. Die Neue Arbeit hilft.

Vegetationsarm stellt sich das kleine Gewässer derzeit dar, für Kleinstlebewesen, aber auch größere Tiere ist es wenig lebenswert. Doch das soll sich ändern. Die Große Dümecke soll zwischen Drewer und dem Gewerbegebiet Wiebusch renaturiert werden. Gestern übergab Bernd Müller, Leiter der Abteilung Umwelt und Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung Arnsberg, den Zuwendungsbescheid an die Neue Arbeit Arnsberg, die den Bach ebenso wie einen weiteren in der Gemeinde Möhnesee, die Fismecke, renaturieren wird.

Das Projekt

Attraktiver gestaltet werden soll die Große Dümecke an mehreren Stellen des Bachverlaufes. So soll in Drewer und im Bereich des Gewerbegebietes Wiebusch das Gewässer auf insgesamt 500 Metern Länge in die Aue verlegt werden und so ein neuer Entwicklungskorridor entstehen, wobei der begradigte und bisher strukturarme Verlauf durch kleinere Initial- und Entwicklungsmaßnahmen verändert wird. Es werden Mäander entstehen, wodurch das Gewässer eine nicht unerhebliche Laufverlängerung erfährt. Da es keine Ufersicherungen mehr geben wird, kann sich die Große Dümecke zukünftig eigendynamisch selbst entwickeln. Weiter ist beabsichtigt, Wanderhindernisse und Schwellen, die für Fische unpassierbar sind, zu beseitigen und Wegedurchlässe anzupassen, um so neues Leben in der Großen Dümecke zu ermöglichen.

„Das ist eine sehr sinnige und gute Maßnahme“, betonte Rüthens Bürgermeister Peter Weiken, der auch die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Warstein lobte und die Renaturierung der Biber als gelungenes Beispiel für eine ökologische Aufwertung nannte.

Auch die Warsteiner Fachbereichsleiterin Sabine Leitner lobte die Zusammenarbeit mit den anderen Kommunen und dem Kreis Soest, federführend bei der Ausarbeitung des Projektes, und der Neuen Arbeit Arnsberg, mit der zusammen man beispielsweise die Renaturierung der Wäster verwirklicht hat.

Die Neue Arbeit Arnsberg

Deren Arbeiten erstrecken sich von der Mündung bis zur Laufverlängerung in Drewer. Sie erhält dafür eine Förderung in Höhe von 99.973 Euro. Das sind 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben von rund 124.966 Euro. Der verbleibende Eigenanteil wird von der Neuen Arbeit durch Eigenleistungen und die Bereitstellung von Fahrzeugen und Maschinen erbracht. „Die Kommunen müssen somit keinen Eigenanteil erbringen“, erklärte Bernd Müller.

Die Neue Arbeit beschäftigt Langzeitarbeitslose, die über Renaturierungsprojekte, auf die man sich spezialisiert hat, versuchen, zurück auf den ersten Arbeitsmarkt zu gelangen. Jeder fünfte Mitarbeiter schafft den Schritt.

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