Der Trödeltrupp

Großes Aufräumen bei Schäfer Heinrich

Das RTL2-Team vom „Trödeltrupp" besucht Schäfer Heinrich in Erwitte-Völlinghausen.

Das RTL2-Team vom „Trödeltrupp" besucht Schäfer Heinrich in Erwitte-Völlinghausen.

Foto: Manfred Böckmann

Völlinghausen.   TV-Schäfer und Sänger Schäfer Heinrich hatte Besuch vom RTL2-„Trödel-Trupp“ Am Ende werden Gegenstände des Erwitters versteigert.

Wenn die eigenen Siebensachen inzwischen ein nicht zählbares Vielfaches ausmacht, muss ausgemistet werden – das klappt oft nicht alleine. Und das geht auch Prominenten so. Auch Schäfer Heinrich, bekannt aus „Bauer sucht Frau“ und durch seine Sangeskarriere („Schäferlied“).

Für scheinbar jede Lebenslage gibt es inzwischen das passende TV-Format im Privatfernsehen. Als „Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller“ (RTL2) helfen Otto Schulte und Sükrü Pehlivan Menschen, wieder Ordnung in ihre Besitztümer zu bekommen – und überschüssigen Plunder zu Geld zu machen.

Auch beim Völlinghauser Schäfer hat sich allerhand angesammelt, zudem hat Heinrich das Nachbarhaus gekauft. Es soll wohl abgerissen werden – aber natürlich erst nach dem großen Aufräumen.

Das RTL2-Team, das in der prekären Situation zu Hilfe gerufen wurde, trommelte zunächst Freiwillige per Kleinanzeige zusammen, die helfen wollten, das Nachbarhaus zu räumen und zusammen mit den beiden Trödel-Experten nach Verwertbarem zu sortieren. Aber auch im Hause des singenden Schäfers gab es einiges, das nach Meinung von Sükrü und Otto nicht unbedingt eine Zukunft in dem Haus haben müsse.

„Heinrich hat sich bei einigen Sachen schwer getan, sich von Dingen zu trennen“, berichtet eine Produktionsmitarbeiterin – mehr möchte sie aber noch nicht verraten, schließlich soll die Sendung (ein Termin steht noch nicht fest) für die Zuschauer spannend bleiben.

Vier Tage vor Ort

Insgesamt vier Tage war das Drehteam vor Ort – von der Besichtigung über die große Aufräumaktion und den Verkauf erster (hauptsächlich landwirtschaftlich genutzter) Geräte bis hin zum großen Trödel am letzten Tag. Stets war die Kamera dabei, verfolgte, die Schäfer Heinrich mit Interessenten verhandelte. Dabei stellte sich schnell heraus, dass Heinrich mehr vom Schafehüten und Singen als vom Verhandeln versteht. Aber die Trödel-Profis gaben natürlich gerne Nachhilfe.

Dass es Andenken aus der Hand von Schäfer Heinrich bei einem Hof-Trödel geben würde, hatte sich in Windeseile herumgesprochen, so dass weit mehr als 100 Interessierte, die auch aus Warstein und Rüthen angereist kamen, am letzten Tag vor dem Hoftor standen und auf Einlass warteten.

Der verzögerte sich allerdings. Denn zum geplanten Start wurde von „exklusiv“ verhandelt. Außerdem habe man noch eine Überraschung vorbereitet, die sich etwas verzögert habe, informierten die Produktionsmitarbeiter – und gaben den Trödel-Fans die Regeln mit auf dem Weg: „Keine Kamera, keine Handys – und nicht rauchen!“

Einverständnis-Erklärung

Außerdem: Wer etwas vor der Kamera etwas erworben habe, müsse sich damit einverstanden erklären, dass er oder sie groß im Fernsehen gezeigt werden, sprich: Einen Vertrag unterzeichnen. „Gibt es dafür auch Gage?“ lautete prompt die Gegenfrage, die aber unbeantwortet blieb.

Nach dem Blick aus der Vogelperspektive – eine Drohne gehört heute scheinbar zu jedem Fernsehformat – und der letzten Absprache zwischen Regisseur, Produktionsteam, Sükrü und Otto sowie natürlich Schäfer Heinrich, wurde mit einer La-Ola-Welle endlich das Hoftor geöffnet und das Trödeln, das hauptsächlich aus einer Versteigerung bestand, konnte beginnen. Aber natürlich nicht ohne das „Schäferlied“...

Das erste Objekt, eine Decke aus Schaf-Fell, stieg im Preis schnell von 10 auf 50 Euro, um dann mit Original-Schäfer-Heinrich-Unterschrift auf 110 Euro zu steigen. Ein paar Sachen „Krempel“ weiter unterbrach der Fernseh-Schäfer das Treiben, um wieder mit einem Lied für Stimmung zu sorgen.

Keine Frage, wer statt zu kaufen nur schauen wollte, kam so als Schäfer-Heinrich-Fan auch auf seine Kosten. Zumal nach dem Dreh genug Zeit versprochen war, um alle Autogramm- und Selfie-Wünsche zu erfüllen.

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