Stadtentwicklungsausschuss

Grünes Licht für Lärmaktionsplan in Warstein – trotz Skepsis

Die Hauptstraße ist eine von drei Zonen im Warsteiner Stadtgebiet, an der die Lärmschutzmaßnahmen greifen sollen. Auch das ISEK soll dabei helfen.

Foto: Sebastian Hahn

Die Hauptstraße ist eine von drei Zonen im Warsteiner Stadtgebiet, an der die Lärmschutzmaßnahmen greifen sollen. Auch das ISEK soll dabei helfen. Foto: Sebastian Hahn

Warstein.   Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Warstein hat grünes Licht für den Lärmaktionsplan gegeben. Ein weiteres Konzept wird mit eingebunden.

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Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Warstein hat den Lärmaktionsplan (wir berichteten) für Teile der B 55 in Belecke und Warstein, sowie der Kreisstraße in Suttrop, beschlossen. „Wir setzen vor allem auf passive Maßnahmen wie schalldichte Fenster und wollen die Attraktivität der Strecken für Fußgänger und Radfahrer steigern“, sagte Stefanie Luse vom Sachgebiet Bauordnung bei der Stadt Warstein. Die geplanten Maßnahmen, die zudem Querungshilfen für Fußgänger mit einbeziehen, wurden im Anschluss einstimmig vom Ausschuss beschlossen.

Welche weiteren Alternativen gibt es für den Lärmschutz?

„Aufgrund der topographischen Lage der Stadt sind Lärmschutzwände oder ähnliche Konstruktionen keine Option“, ergänzt Stefanie Luse. Auch der sogenannte Flüster-Asphalt, der die Lärmbelastung weiter reduzieren soll, kommt nicht in Frage: „Bei der Sanierung der Hauptstraße 2011 wurde bereits der bestmögliche Asphalt für diesen Abschnitt gewählt. Außerdem entfaltet der Flüster-Asphalt seine richtige Wirkung erst ab Tempo 50“, erklärt Stefanie Luse.

Was sagen Ausschussmitglieder und Verwaltung zum Plan?

„Wie beschließen diesen Vorschlag, weil es sonst gar nicht weitergehen würde. Aber mit der Ortsumgehung wurde uns das Werkezug genommen, um den Lärm auch wirklich zu reduzieren. So wie es im Moment läuft, ist das Verfahren nicht zielführend“, ärgert sich Erwin Koch (SPD). Stefanie Luse verweist auf die bereits durchgeführten Maßnahmen: „Durch die neuen Linksabbiegespuren in Belecke wird der Stop-and-Go-Verkehr und damit auch die Lärmbelastung reduziert. Die im Lärmaktionsplan aufgestellten Maßnahmen sollen die Belastung weiter reduzieren.“

Wie geht es jetzt weiter?

Gemeinsam mit Straßen NRW, die schallreduzierende Fenster in Einzelfällen auch fördern, sollen die Maßnahmen besprochen werden, Mitte Juli muss das Konzept an das Landesumweltministerium übermittelt werden, das den Vorschlag absegnen soll. Auch der Nahverkehrsplan des Kreises Soest, der noch in diesem Jahr fertiggestellt wird, soll die Aspekte aus dem Warsteiner Lärmaktionsplan enthalten. „Außerdem wollen wir das Konzept für die Warsteiner Ortsdurchfahrt, wie es im Rahmen des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) erarbeitet wurde, in den Plan mit einarbeiten“, ergänzt Stefanie Luse.

Das ISEK, das über knapp zwei Jahre vom Planungsbüro SSR entworfen wurde, sieht unter anderem eine Neugestaltung der Fußgängerwege und eine weitere Begrünung des Straßenabschnitts vor.

In einem Bürgerforum im Gymnasium am heutigen Dienstag soll ab 19 Uhr der Konzeptentwurf nochmal detailliert vorgestellt werden, bevor er zur Abstimmung Anfang Mai in den Rat geht. Luse: „So arbeiten wir von verschiedenen Seiten daran, dass es auf den Straßen ruhiger wird.“

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