Bildung

Gymnasium Warstein unterstützt Ausstellung von Bundeszentrale

Ausstellungseröffnung "Was glaubst du denn?! Muslime in Deutschland" im Gymnasium

Foto: Elisa Sobkowiak

Ausstellungseröffnung "Was glaubst du denn?! Muslime in Deutschland" im Gymnasium Foto: Elisa Sobkowiak

Warstein.  Gegen Vorurteile und Rassismus: 36 Schüler des Gymnasiums wollen mit einer Ausstellung im Forum für andere Kulturen zu sensibilsieren.

Missverständnissen und Vorurteilen vorbeugen, friedliches Miteinander stärken und andere Kulturen verstehen: Das hat sich die Ausstellung „Was glaubst du denn?! Muslime in Deutschland“ der Bundeszentrale für politische Bildung zur Aufgabe gemacht. Seit 2013 hat die Wanderausstellung insgesamt über 40 Standorte durchlaufen – und hat sich nun beim 43. Mal das Gymnasium Warstein als Forum ausgesucht.

Dankesworte für Engagement

„Da können wir dem Kollegium aus Warstein wirklich sehr dankbar sein. Ich weiß, das so etwas mit viel zusätzlicher Arbeit verbunden ist“, überbrachte Jutta Sponden von der Bundeszentrale bei der Eröffnung am Donnerstagmorgen Dankesworte für die gute Kooperation.

Bei den inzwischen knapp 4,5 Millionen Muslimen in Deutschland gelte es auch nach vier Jahren der Ausstellungsentwicklung weiterhin, gegenseitiges Verständnis für verschiedene Glaubensrichtungen zu fördern. „Das Bild der Öffentlichkeit über den Islam ist sehr negativ geprägt. Muslime werden gleich immer mit Islamismus oder Fundamentalismus in Verbindung gesetzt“, bedauerte Sponden.

Große Resonanz bei den Schülern

Umso wichtiger das Engagement der Gymnasiasten. Nicht nur das Lehrerteam um Marlies Kühle, Sven Koensgen und Hendrik Möcker – die das Projekt gemeinsam mit den Schülern anleiteten – zeigte sich stolz. „Es hat uns wirklich positiv überrascht, in welch großer Anzahl sich die Schüler zur Mithilfe bereit erklärt haben“, betonte Schulleiter Bernd Belecke.

Immerhin hätten die insgesamt 36 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler an vier Tagen jeweils acht Stunden lang ihre Freizeit geopfert, um an der Ausbildung zum sogenannten „Peer Guide“ teilzunehmen – so dass sie die kommenden Ausstellungs-Besucher durch die verschiedenen Stationen hindurch führen und mit Informationen rund um den Islam versorgen können.

„Es ist etwas vollkommen anderes, wenn es Jugendliche sind, die über so ein Thema sprechen und sich mit Gleichaltrigen beschäftigen, die einen anderen Glauben haben“, lobte Belecke das Konzept der Ausstellung.

Thema auch für Gymnasium relevant

„Vorurteilsfrei und aufgeschlossen“ benannte die stellvertretende Bürgermeisterin Heike Kruse anschließend die 36 Warsteiner Schüler. Ähnlich wie beim Projekt „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, das seit 2009 am Gymnasium läuft, habe man wieder ein Thema aufgegriffen, für dass es sich einzusetzen lohne.

Und das auch für das Gymnasium selbst relevant sei: Laut Schulleiter Belecke seien zu „Spitzenzeiten“ schließlich rund 50 Flüchtlinge von insgesamt 640 Schülern am Gymnasium gewesen. „Schon da haben sich unsere Schüler beispielsweise mit einem Sponsorenlauf engagiert.

Verständnis für Kultur und Religion

Inzwischen sind es noch 16 Flüchtlingskinder an unserer Schule.“ Auf den Aha-Effekt ziele man also mit der Ausstellung ab, auf ein tiefergehendes Verständnis für andere Kulturen. Und das noch bis Weihnachten im Forum des Gymnasiums: „Wir erwarten Schulklassen im Umkreis von 50 Kilometern – und auch sonst freuen wir uns über interessierte Besucher“, so Belecke.

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