Tag des offenen Denkmals

Haus Dassel: Allagener Denkmal bekommt Leben eingehaucht

| Lesedauer: 3 Minuten
Im Haus Dassel lassen sich zahlreiche Besucher über die Geschichte des Gebäudes aufklären. Die Veranstaltung ist Teil des Tags des offenen Denkmals.

Im Haus Dassel lassen sich zahlreiche Besucher über die Geschichte des Gebäudes aufklären. Die Veranstaltung ist Teil des Tags des offenen Denkmals.

Allagen.  Beim Tag des offenen Denkmals wurden die Besucher im Haus Dassel in Allagen mit auf eine historische Zeitreise genommen.

In neuem Licht erstrahlt das Haus Dassel durch neue Wand- und Deckenleuchter, die gerade noch rechtzeitig zum „Tag des offenen Denkmals“ erworben werden konnten.

Anlässlich dieses Tages öffnete das historische Gebäude in Allagen am Sonntag seine Türen und beeindruckte mit vielen Geschichten und alten Exponaten die Besucher, die ihren Weg in die alte Villa gefunden haben.

Bereits beim Eintritt in das schlossartige Gebäude wurden die Besucher ins Staunen versetzt. Sofort fiel der Blick auf den großen Kamin der Familie Dassel, inmitten des Eingangsbereichs des Hauses.

Auch das Trauzimmer, in dem sich schon viele Paare aus Allagen und Umgebung das Ja-Wort gegeben haben, sorgte für großes Staunen bei den Besuchern.

Dassel-Nachfahren zu Gast

Hier empfing der Familien- und Heimatforscher Ferdinand Ferber seine Gäste. Seit einigen Jahren setzt sich der Soester mit der Geschichte des Hauses Dassel auseinander. Er erzählte ihnen, was der frühere Hausherr für die Möhnetalgemeinde geleistet hat.

Zu seiner Freude hatte Ferber an diesem Tag zwei Ehrengäste bei sich: Ute Dassel und ihren Sohn Frank, Urenkel von Georg Dassel besuchten anlässlich des Tages des offenen Denkmals ebenfalls das Haus ihrer Vorfahren. Rainer Kleeschulte, Dr. Ferdinand Ferber und Siegfried Kutscher führten die Besucher durch die vielen Räume des Hauses.

Dort konnten sie sich die vielfältigen Exponate aus Marmor wie Aschenbecher oder Obstschalen, die vor vielen Jahren in Allagen im Marmorwerk gefertigt wurden und nun im Haus Dassel ausgestellt werden, anschauen.

Film über das Möhne-Life-Projekt gezeigt

Ferdi Kühle und Theo Pankoke haben es sich in den vergangenen Wochen zur Aufgabe gemacht, so viele Exponate wie nur möglich zusammenzutragen, um sie im Haus Dassel auszustellen.

Ein mächtiges Bild zog die Blicke der kleinen und großen Gäste auf sich, das die Firmeninhaber und die Belegschaft der Firma Dassel im Jahr 1930 zeigt. Jede der 260 auf dem Bild zu sehenden Personen wurde mit einer Ziffer und dem entsprechenden Namen versehen.

LWL-Experte stellt Marmorarten vor

Geologe Dr. Lothar Schulmann vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), konnte den interessierten Gästen eine Einführung in die Marmorarten vor Ort geben. Auch Ulrich Cordes berichtete zusammen mit seinen Teamkollegen vom Leader-Projekt und zeigte seinen Zuschauern, wie der „Drei-Landschaften-Erlebnisweg“ verläuft.

Doch das Haus Dassel hatte seinen Gästen an diesem Tag noch sehr viel mehr zu bieten: Mit einem Film, dass das Möhne-Life-Projekt aus der Perspektive einer Drohne zeigt, konnten Wolfgang Klein und seine Tochter Elisa die zahlreichen Besucher erneut beeindrucken.

Die historischen Bilder aus dem digitalen Dorfarchiv luden Personengruppen zum Verweilen ein. Dass der „Tag des offenen Denkmals“ für die Gäste noch lange in Erinnerung bleibt, macht Franz-Josef Michel mit Erinnerungsflyern, gedruckt in der Haus-Dassel-Druckerei, möglich.

Bitte um verborgene Schätze

Ein gelungener Tag, der zusammen von der Dorfinitiative, Ferdinand Ferber und Rainer Kleeschulte vorbereitet und mit vielen helfenden Händen in einem eindrucksvollen Gebäude durchgeführt werden konnte.

Mit einer Bitte wenden sich die Veranstalter an die Allagener. Das Haus Dassel freue sich über alle Exponate und Leihgaben aus Marmor, die in den Familienschränken schlummern und nicht mehr benötigt werden, um sie in die Sammlung integrieren zu können.

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus Warstein und dem Umland.

Folgen Sie der Westfalenpost Warstein auch auf Facebook.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Warstein und Umland