Landtagswahl

Heinrich Frieling sichert CDU Direktmandat im Kreis Soest

Wahlparty zur Landtagswahl 2017 in Soest, im Kreishaus. Die CDU-Politiker Heinrich Frieling (links) und Jörg Blöming (rechts) nach Ihrem Wahlsieg.

Foto: Jona Beckwermert

Wahlparty zur Landtagswahl 2017 in Soest, im Kreishaus. Die CDU-Politiker Heinrich Frieling (links) und Jörg Blöming (rechts) nach Ihrem Wahlsieg. Foto: Jona Beckwermert

Soest.  SPD-Kandidat Norbert Römer im westlichen Kreis Soest weit abgeschlagen. Freude herrschte hingegen bei CDU-Kandidat Heinrich Frieling.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der westliche Kreis Soest bleibt schwarz: Heinrich Frieling folgt auf Eckhard Uhlenberg. Der 31-jährige Enser holte bei seinem Landtags-Debüt beachtliche 42 Prozent und sicherte der CDU damit das Direktmandat. Überraschend eindeutig verwies er auch seinen Herausforderer Norbert Römer in die Schranken. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion ging im allgemeinen Sog der Sozialdemokraten unter und musste sich mit 31,6 Prozent bescheiden.

SPD muss Federn lassen

Auch bei den Zweitstimmen musste die SPD deutlich Federn lassen. Während die CDU das Ergebnis des Jahres 2012 deutlich korrigierte und um nahezu fünf Prozent auf 35,6 Prozent aufsattelte, rutschte die SPD um stattliche sieben Prozent ab und erreichte mit 32 Prozent nicht einmal mehr jeden dritten Wähler.

Während die Grünen ihr Potential halbierten (5,3 Prozent), konnten die Linken ihren Stimmanteil auf 4,1 Prozent verdoppeln. Die FDP erlebte einen Höhenflug und profitierte offensichtlich von der Zweitstimmen-Kampagne, mit 12,6 Prozent erreichten die Liberalen ungeahnte Dimensionen.

Freude bei Heinrich Frieling

„Ich freue mich riesig, die gute Wahlkreisarbeit von Eckhard Uhlenberg ist noch einmal eindrucksvoll bestätigt worden“, zog Heinrich Frieling eine erste Bilanz. Das tolle Ergebnis sei starker Rückenwind für ihn als erstmaligen Bewerber.

„ Ganz besonders freut mich, dass wir in allen Städten und Gemeinden meines Wahlkreises vorne liegen“, dankte Frieling insbesondere allen Unterstützern für die geleistete Arbeit in den vergangenen Wochen und Monaten.

Strumann und Rupprecht verlieren

Sieben Direktkandidaten bemühten sich in den vergangenen Wochen im westlichen Soester Kreisgebiet um die Gunst der Wähler: Im Wahlkreis 119 Soest I war dies neben Norbert Römer und Heinrich Frieling auch Winfried Hagenkötter (Die Linke), er erreichte 4,5 Prozent der Stimmen.

Ingo Schremmer (FDP) verdoppelte das liberale Stimmvolumen auf neun Prozent, Dr. Wilfried Jacobi (AfD) kam auf 5,6 Prozent, Sebastian Strumann (Grüne) musste sich mit fünf Prozent und einem Verlust von 2,5 Prozent begnügen. Frank Rupprecht (Piraten) erlebte das Debakel seiner Partei hautnah und erreichte lediglich 1.3 Prozent der Erststimmen.

Urgestein Uhlenberg nimmt Abschied

Mit Eckhard Uhlenberg verabschiedete sich ein Urgestein aus der regionalen Politik. Der 69-jährige Landwirt aus Werl-Büderich zog 1980 erstmals in das Landesparlament ein. Dann musste er aber fünf Jahre später der SPD-Gegenkandidatin Brigitta Heemann Platz machen, die den Wahlkreis mit wenigen Stimmen Vorsprung gewann. Seit 1990 gehörte Uhlenberg erneut dem Landtag an und war zuletzt „dienstältestes Mitglied“ des Landtags und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion.

2005 wurde Uhlenberg in die neue Landesregierung unter Jürgen Rüttgers berufen und zum Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ernannt. Dieses Amt verlor er nach einer Legislaturperiode im Juli 2010 wieder. Von 2010 bis 2012 war er Präsident des 15. Landtags von Nordrhein-Westfalen, seit 2012 fungierte er als Vizepräsident. Nun macht er jüngeren Kräften Platz.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik