Bauarbeiten

Hirschberger Heve-Brücke bald fertig

Foto: Alexander Lange

Hirschberg.   Bald kann das Hevetal wieder trockenen Fußes durchquert werden: SGV Hirschberg baut Brücke auf eigene Kosten und hauptsächlich in Eigenleistung.

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Der Behördenmarathon um die Hirschberger Heve-Brücke hat ein Ende: Am Samstag sorgte die Hirschberger SGV-Abteilung dafür, dass das Hevetal wieder trockenen Fußes durchquert werden kann.

„Alles war eigentlich schon für Herbst vergangenen Jahres geplant“, erläuterte SGV-Vorsitzender Stefan Bräutigam. Doch das Wetter machte den Wanderfreunden einen Strich durch die Brückenbaumaßnahmen. Noch vielmehr als das Wetter hatten den Hirschberger Naturfreunden die Behörden auf kommunaler und Landesebene Kopfschmerzen bereitet. „Die Genehmigung für diese Brücke war ein einziger Behördenmarathon“, erklärte stellvertretender Vorsitzender Joachim Schulte.

Übergang früher nass und rutschig

Schon vor einigen Jahren habe man erkannt, dass der einfache Baumstamm, der zuvor als Brücke über die Heve diente, zu gefährlich sei. Stefan Bräutigam dazu: „Der war nass, rutschig und viel zu schmal.“ Noch unter Bürgermeister Manfred Gödde habe sich der SGV entschlossen, eine richtige Brücke mit Fundament, Geländer, Auf- und Abstieg zu bauen. „Aber unser Ex-Bürgermeister meinte, dass das Bauamt dabei sein müsse“, erinnerte sich Bräutigam.

Doch beim Bauamt blieb es nicht: Auch der Landschaftsbeirat, die Bezirksregierung, der Kreisumweltausschuss und der Kreistag debattierten über den geplanten Bau der Brücke. Naturschutz-Richtlinien wurden diskutiert, ehe im Oktober des vergangenen Jahres das „Okay“ zum Bau kam. „Die ganze Geschichte ging durch alle Instanzen und Behörden“, erinnerte sich Bräutigam an notwendige Gutachten und Umweltverträglichkeits-Richtlinien.

Unterstützung war perfekt

„Großes öffentliches Interesse an der Erschließung des Hevetals“ war es am Ende, das den Ausschlag zum Bau gab – und auch die Unterstützung durch Bürgermeister Thomas Schöne. Bräutigam: „Die Unterstützung war perfekt“.

Am vergangenen Samstag war es dann endlich soweit. Rustikale Eichenbalken befestigten die Hirschberger SGV’ler an den gegossenen Betonfundamenten. Anschließend wurden Boden- und Geländerbalken mit Blechen versehen, um das Holz vor der Feuchtigkeit zu schützen. Gitter als Brückenboden vollendeten das Bauwerk, dass – ausgenommen der Betonfundamente – aus eigener Hand und Kasse vom SGV gestemmt wurde.

Zehn Meter lang, einen Meter breit

Knapp zehn Meter lang ist die Brücke jetzt und mit einem Meter in der Breite auch für Kinderwagen und Fahrräder geeignet.

„Am 10. Mai wird Richtfest gefeiert“, freute sich Joachim Schulte. Dann wird die Brücke offiziell an die Stadt Warstein übergeben, die dann auch in der Verkehrssicherungs- und Instandhaltungspflicht ist. Begehbar ist die Brücke allerdings schon jetzt. Sie verbindet ab sofort die Hirschberger Wanderwege mit Neuhaus und dem Möhnesee.

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