Eselmarkt

Höhenretter der Feuerwehr beim Rüthener Eselmarkt dabei

Sicher vom Turm der Nikolauskirche abgeseilt: Thorsten Rose gehört zum Team der Höhenretter im Kreis Soest. Beim Eselmarkt haben sie einen Übungseinsatz. Rose demonstriert vorab, worum es dabei geht.

Foto: Armin Obalski

Sicher vom Turm der Nikolauskirche abgeseilt: Thorsten Rose gehört zum Team der Höhenretter im Kreis Soest. Beim Eselmarkt haben sie einen Übungseinsatz. Rose demonstriert vorab, worum es dabei geht. Foto: Armin Obalski

Rüthen.   Die Höhenretter der Feuerwehr im Kreis Soest werden ihr Können beim Eselmarkt in Rüthen demonstrieren. Was sie geplant haben.

Wenn ein Monteur an einem Windrad in 80 Metern Höhe festsitzt, oder ein Gleitschirmflieger im Baum gelandet ist und sich nicht selbst befreien kann, kommt die Höhenrettungsgruppe des Kreises Soest zum Einsatz.

Sie besteht aus Mitgliedern von sieben Feuerwehren, darunter die Rüthener. Thorsten Rose und Karl Werner Thiel gehören ihr an. Wie genau ihre Arbeit aussieht und welche spektakulären Einsätze die Höhenretter haben, das demonstrieren sie im Rahmen des Eselmarktes am kommenden Samstag. Dann ist der Turm der Nikolauskirche ihr Einsatzort.

Die Besucher bekommen etwas nicht Alltägliches zu sehen. Zuletzt 2010, beim 100-jährigen Bestehen des Löschzuges Rüthen, zeigten die Höhenretter, wie sie Menschen aus gefährlichen Situationen und eben aus großen Höhen bergen, in denen mit der Drehleiter nichts zu machen ist.

Übungsort war damals ebenfalls die Nikolauskirche, geborgen wurde unter anderem Bürgermeister Peter Weiken. Wer jetzt das Übungsobjekt sein wird, darüber hüllt sich Thorsten Rose, der auch stellvertretender Leiter der Rüthener Feuerwehr ist, noch in Schweigen.

Gruppe existiert bereits seit 2011

Bei einem Probeeinsatz, mit dem für die Demonstration am Samstag geworben wurde, lag ein Dummy in der Spezialtrage. Seine 82 Kilogramm Gewicht jedenfalls vermittelten eine durchaus realistische Einsatzlage. Abgeseilt wurde er von Rose und einigen seiner Kameraden aus der gut 20 Meter hoch gelegenen Glockenstube der Kirche.

Direkt am Mauerwerk ging es abwärts. Alternativen dazu sind laut Rose je nach Einsatzort, dass eine Seilbahn horizontal oder schräg gebaut, den Probanden und seinen geschulten Begleiter sicher zu Boden bringt.

Ins Leben gerufen wurde die Höhenrettungsgruppe 2011. „Wir sind bei exponierten Lagen tätig, die mit normalen Einsatzmitteln nicht zu bewältigen sind“, erläutert Rose. Zuvor hätten für solche Extremfälle die Kollegen aus Dortmund hinzugezogen werden müssen, was entsprechend lange Anfahrtswege bedeutete. 19 Mitglieder umfasst die Gruppe aktuell. Sie gehören neben der Rüthener Feuerwehr denen aus Anröchte, Erwitte, Möhnesee, Soest, Werl und der Hella-Werksfeuerwehr Lippstadt an.

80 Stunden Ausbildung

80 Stunden investieren die Mitglieder laut Thorsten Rose in die Grundausbildung, 72 Stunden pro Jahr in die Fortbildung. Alle vier Wochen steht eine Übung an. „Die Arbeit ist zeitaufwendig, aber auch interessant“, betont er. Überzeugen davon können sich die Zuschauer am Samstag, 21. April, um 15 und 16 Uhr an der Nikolauskirche.

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